Am Frauenplan lag der Brennpunkt des klassischen Weimar, dort, wo sich heute wie vor über 200 Jahren das stattliche Haus mit der dominanten Straßenfront erhebt, das Goethe ab 1782 bewohnte.

Bis 1832, dem Jahr seines Todes, wohnte Goethe hier mit seiner Familie, empfing seine Gäste und gab im Alter förmliche Audienzen. Im August 1885 wurde das Goethe-Nationalmuseum als Stiftung gegründet; es ist heute Teil der Klassik-Stiftung Weimar im Unesco-Weltkulturerbe. Aufgrund denkmalgerechter Instandsetzung und musealer Neukonzeption wird das Haus ab dem 2. November dieses Jahres voraussichtlich für drei Jahre geschlossen – mit dem Ziel, das Ensemble wieder stärker in den goethezeitlichen Zustand zu versetzen (siehe Ansicht um 1850). Zuvor wird aber noch mal gefeiert: Das Goethe-Weinfest wird am Donnerstag, 18 Uhr, auf dem Frauenplan eröffnet und geht bis Sonntag.