Wir planen eine Photovoltaikanlage auf unserem Haus und haben von Solar-Dachziegeln gehört. Sind die besser als normale Solarmodule? Es antwortet Ramona Ballod, Referatsleiterin Energie, Bauen und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Thüringen:

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Solar-Dachziegel sind nicht grundsätzlich besser, sondern vor allem eine optisch unauffällige Alternative. Sie erzeugen Strom und übernehmen zugleich die Funktion der herkömmlichen Dacheindeckung. Interessant kann das sein, wenn Sie neu bauen oder Ihr Dach ohnehin vollständig sanieren lassen. Dann entfällt auf der belegten Fläche ein Teil der Kosten für normale Dachziegel. Ist Ihr Dach noch intakt, ist eine klassische Aufdachanlage meist wirtschaftlicher. Standardmodule lassen sich einfacher montieren und liefern auf derselben Fläche häufig mehr Strom. Auch die bessere Hinterlüftung kann sich positiv auf den Ertrag auswirken.
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Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Preis pro Ziegel. Entscheidend sind die Gesamtkosten des fertigen Daches, die installierte Leistung und der realistisch berechnete Jahresertrag. Im Angebot sollten auch Gerüst, Elektroarbeiten, Wechselrichter, Netzanschluss und mögliche Arbeiten am Zählerschrank berücksichtigt sein.
Verantwortlichkeiten vor Vertragsabschluss eindeutig regeln
Klären Sie vor der Unterschrift außerdem, wie defekte Ziegel erkannt und ausgetauscht werden, wie lange Ersatzteile verfügbar sind und wer bei Problemen zuständig ist. Da oft Dachdecker, Solarteure und Elektriker beteiligt sind, sollten die Verantwortlichkeiten vertraglich eindeutig geregelt sein. Mein Rat: Holen Sie zusätzlich ein Angebot für eine klassische Aufdachanlage ein und vergleichen Sie beide Lösungen anhand der vollständigen Kosten und des erwarteten Ertrags.
Das Verbrauchertelefon ist immer freitags von 9 bis 10 Uhr unter 0361 227 55 55 erreichbar. Am Freitag, dem 11. September, beantwortet Juristin Katharina Knorre Ihre Fragen zu Verbraucherrecht und Verträgen.







