Wir möchten unsere alte Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen. Doch macht die dann auch gleich das Wasser zum Duschen und Spülen warm – oder brauchen wir dafür noch ein zusätzliches Gerät? Es antwortet Ramona Ballod, Referatsleiterin Energie, Bauen und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Thüringen.

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In der Regel kann die neue Wärmepumpe beides: Sie heizt das Haus und bereitet zugleich das warme Wasser für Dusche, Bad und Küche. Ein zusätzliches Gerät ist also nicht automatisch nötig. Beim üblichen Kombi-System bleiben Heizungs- und Trinkwasser getrennt; die Wärme gelangt über einen Wärmetauscher in den Warmwasserspeicher.
Warmwasser-Wärmepumpe entlastet Heizsystem im Sommer
Der kleine Haken: Diese Wärmepumpe hat auch im Sommer Dienst, obwohl die Heizkörper längst Pause machen. Wer Heizung und Warmwasser lieber trennt, kann eine eigene Warmwasser-Wärmepumpe einsetzen. Sie steht meist im Keller, nutzt die Raumluft und entfeuchtet nebenbei den Raum. Die Heizungswärmepumpe kann dann im Sommer ausgeschaltet bleiben.
Weitere Verbrauchertipps
Bei sehr langen Leitungswegen können elektrische Durchlauferhitzer sinnvoll sein. Sie sind vergleichsweise günstig einzubauen, benötigen im Betrieb aber mehr Strom. Auch Solarthermie kommt infrage: Bei genügend Sonne übernehmen die Kollektoren die Warmwasserbereitung, im Winter fällt ihr Ertrag allerdings gering aus.
Warmwasserverbrauch senken: So vermeiden Sie hohe Stromkosten
Welche Lösung passt, hängt vom Haus und vom Alltag ab: Wie viele Personen leben dort, wie oft wird geduscht oder gebadet und wie weit sind die Wege zu den Zapfstellen? Diese Fragen sollten vor dem Kauf geklärt werden. Schließlich entfallen rund 10 bis 30 Prozent des Heizenergiebedarfs auf warmes Wasser. Gute Planung verhindert deshalb nicht nur kalte Duschen, sondern auch unnötig hohe Stromkosten.
Das Verbrauchertelefon ist immer freitags von 9 bis 10 Uhr unter 0361 227 55 55 erreichbar.







