Das Leben kann so ungerecht sein. 40 Jahre hat Thomas Kronberg als Straßenbauarbeiter dafür gesorgt, dass andere Menschen mobil sein können. Doch dann hörten die Schicksalsschläge aus familiären wie gesundheitlichen Gründen nicht auf. „Ich war sehr einsam, weil sich keiner um mich gekümmert hat“, erzählt der kräftige Mann. Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen, ein diabetischer Fuß, der durch Infektionen zur Amputation beider Unterschenkel führte – nur seinen schwarzen Humor hat der 60-Jährige nicht verloren: „Wenigstens hab‘ ich jetzt schon alles hinter mir.“

Im ASB-Behindertenwohnheim Hummelshain hat er wieder Lust aufs Leben bekommen. Durch die idyllische Lage und die engagierten Betreuer, wie Tina Meusel, die ihn wortwörtlich schrittweise wieder in die Selbstständigkeit führen will. In seinem Zimmer stehen schon zwei Prothesen für mehrere tausend Euro. „Die hat die Krankenkasse anstandslos bezahlt, aber die Kosten für die Reha übernimmt sie nicht.“
Durch die lange Zeit im Rollstuhl hat Thomas Kronberg viel Kraft verloren, kann sich kaum auf den Gehhilfen halten. „Um die Muskulatur wieder aufzubauen, wäre eine Reittherapie genau das Richtige“, erklärt Tina Meusel, die auch Hippotherapeutin ist. Doch diese Kosten übernimmt die Krankenkasse nicht. Aber dann hilft der Zufall dem Schicksal auf die Sprünge: das Reit- und Therapiezentrum Moßbach, in dem Meusels Mann arbeitet, bietet Thomas Kronberg unentgeltliche Reitstunden an. Denn das Probetraining, angestoßen durch die Auszubildende Susann Fritsche, war erfolgreich. „Ich hatte seit Jahren erstmals wieder Muskelkater“, freut sich Kronberg. „Durch die fließenden Bewegungen des Pferdes und die Wärme des Fells kann sich der Körper entspannen, gleichzeitig werden viele Muskeln aktiviert“, erklärt Tina Meusel.

Einmal pro Woche wäre ein Training möglich, damit Thomas Kronberg zu alter Stärke zurückfindet und mit den Prothesen erst das Stehen und dann die ersten Schritte zurück ins Leben versuchen kann. „Sich ohne fremde Hilfe bewegen zu können, etwa allein ins Bad, auf den Hof und wieder in sein Zimmer zu kommen, wäre für ihn eine ganz neue Lebensqualität.“
Doch für die Anreise wird ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug benötigt – auch das bezahlt die Krankenkasse nicht. 130 Euro werden für die 50 Kilometer der Hin- und Rückfahrt fällig. Mit Hilfe unserer Leser will „Thüringen hilft“ die Fahrtkosten übernehmen. Je mehr Geld zusammenkommt, umso länger dauert die Reittherapie. Und umso schneller kann Thomas Kronberg wieder zurück ins Leben gehen.
Wer helfen möchte: Spendenkonto DE89 8205 1000 0125 0222 20
Kennwort: Thüringen hilft.
Empfänger: Diakonie Mitteldeutschland.
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