• Das BSW liegt laut Umfragen mit rund 18 Prozent in den Umfragen weit vorn der Linkspartei.
  • Mit Parteigründerin und Ex-Linken-Mitglied Sahra Wagenknecht wird intensiv in Thüringen geworben.
  • Innerhalb der neuen Partei gibt es aber auch Kritik.

Vor der Landtagswahl in Thüringen liegt das BSW laut einer INSA-Umfrage vom Juni mit rund 20 Prozent weit vorne. Das aktuelle ZDF-Politbarometer sieht die Partei ebenfalls bei 19 Prozent. Doch die Partei von Ex-Linken-Mitglied Sahra Wagenknecht polarisiert, und die kritischen Stimmen in der Partei werden lauter.

Vorwürfe gegen Wagenknechts Partei wegen Wahlplakaten für Landtagswahl

Ein Kritikpunkt sind die Wahlkampfplakate, die den Vorwurf der Wählertäuschung aufkommen ließen. Parteigründerin Sahra Wagenknecht lächelt mittlerweile von unzähligen Thüringer Laternenmasten. Mehr als 10.000 Plakate mit dem Gesicht der in Jena geborenen Wagenknecht soll es geben. Das Problem: Sie steht in Thüringen gar nicht zur Wahl. Plakate der Spitzenkandidaten Katja Wolf und Steffen Schütz sind hingegen vergleichsweise unterrepräsentiert.

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Führungsstil des BSW in Thüringen sorgt vor Landtagswahl für Kritik

Das Verhalten des Führungsduos Steffen Schütz und Katja Wolf stieß bei den Mitgliedern zunehmend auf Kritik. Vor allem Schütz sei in Sitzungen mehrfach cholerisch aufgetreten und habe Parteimitglieder persönlich angegriffen. Aus diesem Grund und wegen der „intransparenten, autokratisch wirkenden Entscheidungsfindungen der beiden Vorsitzenden“ trat das ehemalige Vorstandsmitglied Mario Forchhammer schnell nach der Gründung wieder aus dem BSW aus. In der Spitze der Partei wird das als Einzelmeinung angesehen. Von schlechter Stimmung, das betonen die Parteichefs, könne keine Rede sein.  

Aktuelle Nachrichten aus Thüringen

Andere Ex-BSWler wie Mike Creutzburg und Jörg Schwerin aus Gotha haben ihre Mitgliedschaft im BSW aus anderen Gründen beendet: Sie kritisieren das „Geklüngel“ rund um die Landesspitze. Diese würde vor allem Leute aus der Partei „Die Linke“ oder gar „SED-Leute“ an sich binden und neuen Mitgliedern keine Chance geben, sich zu etablieren. 

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