Wenige Tage vor der Landtagswahl in Thüringen gibt es noch einmal neue Umfragewerte. Im „heute journal“ des ZDF, das diesmal aus Görlitz (Sachsen) gesendet wurde, wurde das Politbarometer präsentiert.

Einbruch der Linkspartei manifestiert sich

Demnach bleibt die AfD mit 29 Prozent (minus 1 zur Vorwoche) weiter stärkste Kraft. Die Union steht demnach unverändert bei 23 Prozent und damit fünf Punkte vor dem BSW (18 Prozent/plus 1), die SPD wäre mit 6 Prozent knapp im Landtag vertreten.

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Der Einbruch der von Ministerpräsident Bodo Ramelow als Spitzenkandidat geführten Linkspartei manifestiert sich weiter. Sie käme demnach auf 13 Prozent (minus 1). 2019 war die Linke noch mit 31 Prozent stärkste Kraft. Im Vergleich zum sächsischen Landtag – auch im Nachbarbundesland wird am Sonntag gewählt – bleibt die Thüringer Linke aber deutlich stärker. In Sachsen wäre die Linke nicht im nächsten Landtag vertreten (4 Prozent).

In Thüringen würden die Grünen und die FDP derweil den Wiedereinzug in den Landtag verpassen und an der fünf Prozent-Hürde scheitern.

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Für eine Dreierkoalition jenseits der als rechtsextrem eingestuften AfD könnte es knapp für CDU, BSW und SPD reichen. Weil sieben Prozent der abgegebenen Stimmen dem Barometer zufolge an Parteien gehen würden, die nicht im nächsten Landtag vertreten wären, würden die 47 Prozent für eine Mehrheit reichen.

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Seit 2020 wird in Thüringen ohne Mehrheit regiert

In Thüringen regieren Linke, SPD und Grüne seit 2020 ohne eigene Mehrheit. Vier Stimmen fehlen den Koalitionspartnern. Die kamen in den vergangenen Jahren in der Regel von der CDU, wenn es beispielsweise um den Beschluss des Haushaltes ging.

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Vorläufiges Wahlergebnis wird noch in der Nacht zu Montag erwartet

Am Sonntag wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. 1,66 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind wahlberechtigt und können ihre Stimme abgeben. Mit einem vorläufigen Ergebnis rechnet Landeswahlleiter Holger Poppenhäger (SPD) noch in der Nacht zu Montag, wie er zuletzt im Podcast „Reden wir über Thüringen“ sagte.

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