CDU, BSW und SPD in Thüringen haben sich nach schwierigen Verhandlungen auf einen Koalitionsvertrag verständigt, der am Freitag ab 14 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Was zum Thema Gesundheit und speziell Corona in der Vereinbarung steht:

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In Sachen Gesundheitsversorgung will man Ernst machen beim Ziel „20-Minuten-Land“: Haus-, Fach- und Zahnärzte sowie Apotheken sollen für niemanden weiter entfernt sein als 20 Fahrminuten. Dafür sollen Versorgungslücken unter anderem durch Medizinische Versorgungszentren (MVZ) geschlossen werden. Die nötigen Ärzte und Apotheker will man durch mehr Ausbildungsplätze in Jena sowie durch Niederlassungsquoten für Landärzte und Apotheker gewinnen. Landschwestern und Gemeindepflegekräfte sollen Ärzte entlasten. Für Fachkräfte aus dem Ausland plant man einen Anwerbungs- und Anerkennungsturbo.

Im Krankenhausbereich sollen alle Standorte gesichert werden, doch soll es ein abgestuftes Versorgungskonzept geben. Polikliniken 2.0 werden niederschwellig ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung verbinden. Planbare medizinische Eingriffe sollen nur noch an spezialisierten Standorten stattfinden.

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Die Uniklinik Jena soll Leuchtturm sein und eine tragende Rolle im Thüringer Gesundheitsnetzwerk spielen. Ein landeseigener Transformationsfonds soll Anpassungs- und Kooperationsanreize für Kliniken setzen. Eine Summe für den Fonds wird nicht genannt. Umgesetzt werden soll eine „geburtshilfliche Gesamtstrategie für Thüringen“ zur flächendeckenden Hebammenhilfe. Zudem soll Thüringen die erste telemedizinische Praxisregion Deutschlands unter anderem mit mehr Videosprechstunden werden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Pflegende Angehörige will man durch mehr Kurzzeit-, Verhinderungs-, Tages- und Nachtpflegeplätze unterstützen. Durch die Übernahme der Investitionskosten für Pflegeeinrichtungen sollen private Pflegekosten gesenkt werden.

Ein eigener Absatz widmet sich der Corona-Pandemie. Anhängige Bußgeldverfahren will man gegebenenfalls durch ein Amnestie-Gesetz beenden. Für Long-Covid-Patienten soll es mehr Angebote geben.

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