Thüringen, Sachsen und Bayern wollen enger zusammenarbeiten. Endlich, möchte man rufen. Schließlich kann es nie schaden, sich mit seinen Nachbarn gut zu verstehen und bei zentralen Projekten gemeinsame Sache zu machen.
Grenzenlose Probleme erfordern gemeinsame Lösungen
Die Vorteile liegen auf der Hand. Viele Probleme machen nicht an Ländergrenzen halt. So bremsen unterbrochene Schienentrassen und nicht vollendete Straßenprojekte auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung das Zusammenwachsen aus.
Auch interessant
Auch gesundheitspolitisch liegt vieles im Argen. Planungen müssen unbürokratischer und damit schneller sein. Das führt zu effizienteren Strukturen und kann viele Millionen Euro sparen.
Kooperation mit Haken: Opposition außen vor
Apropos Geld: Das gemeinsame Agieren der drei Freistaaten dürfte auch gegenüber dem Bund Vorteile bringen. Immerhin werden dort für Infrastrukturprojekte Milliarden ausgeschüttet. Anstatt sich gegenseitig in die Parade zu fahren und Konkurrenz zu machen, ist es sinnvoll in Berlin abgestimmte Konzepte einzureichen.
Aktuelle Nachrichten aus Thüringen
- „Viele empfinden es als ungerecht“: Lehrerbonus sorgt in Thüringen für Unmut
- „Da steckt mein Leben drin“: Voigts bittersüßer Tag in Eisenach
- Thüringen verstärkt Kontrollen in Prostitutionsstätten: „Deutschland ist das Bordell Europas“
- Streit um Zuständigkeit in Thüringen: Stiftungsrat der AfD nicht berufen
- Doktortitel endgültig weg: Jetzt streitet Thüringens Ministerpräsident vor Gericht
Die am Montag vereinbarte, verstärkte Kooperation hat für manche sicherlich einen Haken: Sie geht von den drei Unionsfraktionsspitzen aus. Mit AfD oder Linken dürften deren Vorstellungen oftmals alles andere als deckungsgleich sein. Vielleicht sollte das Format die Opposition teilweise mit ins Boot holen?
Bürger profitieren nur bei Umsetzung
Fest steht zudem: Nur wenn den Ankündigungen Taten folgen, wird sich die neue Allianz auch für die Bürgerinnen und Bürger bezahlt machen.




