- In Rheinland-Pfalz finden die Landtagswahlen am 22. März 2026 statt
- Die Wahlberechtigten haben zwei Stimmen
- Der neue Landtag wird aus mindestens 101 Sitzen bestehen
In der Vergangenheit fanden die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg in der Regel am gleichen Tag statt. Im Jahr 2026 haben rechtliche Vorgaben jedoch einen gemeinsamen Termin verhindert, sodass die Wahl in Rheinland-Pfalz vierzehn Tage später erfolgt. Zudem besteht ein weiterer Unterschied beim Wahlalter, da in Rheinland-Pfalz weiterhin nur volljährige Bürger wahlberechtigt sind.
Wann findet die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz statt?
Am 22. März 2026 sind rund 3,1 Millionen Menschen dazu aufgerufen, in Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag zu wählen. Die Wahl wird zeigen, ob die derzeit regierende Ampelkoalition unter Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) im Amt bleibt oder ob eine neue Parteienkonstellation die Regierungsarbeit übernimmt.
Landtagswahlen: Wer darf wählen – und wer nicht?
Wahlberechtigt sind in Rheinland-Pfalz alle Personen ab 18 Jahren. Anders als in Baden-Württemberg konnte dort keine Reform des Wahlrechts umgesetzt werden. Zwar sprach sich die Regierung für eine Absenkung des Wahlalters aus und brachte einen entsprechenden Vorschlag ein, doch die Opposition aus CDU und AfD lehnte eine Änderung ab.
Landtagswahlen 2026 – spannende Hintergründe
Wie funktioniert die Briefwahl bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz?
Die Briefwahl in Rheinland-Pfalz ist möglich und kann beantragt werden, sobald die Wahlbenachrichtigung zugestellt wurde. Auf deren Rückseite befindet sich ein Formular, das ausgefüllt an die zuständige Stelle zurückgesendet werden kann. Alternativ haben Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, die Briefwahlunterlagen mit einem formlosen Schreiben per Post oder per E-Mail bei der Verwaltung ihrer Kommune zu beantragen. In einigen Kommunen steht zudem ein Online-Antrag zur Verfügung, allerdings nicht flächendeckend.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Nach Erhalt der Unterlagen muss der Wahlschein vollständig ausgefüllt und unterschrieben werden. Damit die Stimmen rechtzeitig bis zum 22. März 2026 eingehen, ist eine fristgerechte Rücksendung unter Berücksichtigung der Postlaufzeiten erforderlich. Der Wahlschein kann zudem persönlich bei der zuständigen Abteilung der Kommune abgegeben werden.
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Wie lange haben die Wahllokale geöffnet und was muss mitgebracht werden?
Die Stimmabgabe bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz erfolgt auch in klassischer Form in den Wahllokalen. Diese sind am 22. März 2026 von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Zur Identifikation ist ein gültiger Personalausweis oder ein Reisepass erforderlich.
Empfohlen wird, die Wahlbenachrichtigung mitzubringen. Sie ist nicht verpflichtend, enthält jedoch alle relevanten Informationen zur Wahl, insbesondere zum Ort der Stimmabgabe.

Welche Parteien und Spitzenkandidaten stehen zur Wahl?
- SPD – Alexander Schweitzer: Der amtierende Ministerpräsident hatte nach der Übernahme des Amtes von Malu Dreyer ein Jahr Zeit, um sich zu profilieren. Mit einer Unterbrechung von einer Legislaturperiode ist Alexander Schweitzer seit 2006 Mitglied des Landtages und war von 2014 bis 2021 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Er steht für einen wirtschaftsfreundlichen Kurs, will dabei aber das Aufstiegsversprechen der Sozialdemokraten nicht aus den Augen verlieren.
- CDU – Gordon Schnieder: Der Spitzenkandidat der CDU soll seine Partei nach 35 Jahren in der Opposition wieder an der Regierung in Rheinland-Pfalz beteiligen. Er ist seit 2016 Mitglied des Landtages. Im Wahlkampf setzt er primär auf die Themen Gesundheitsversorgung, Wissenschaft und Wirtschaft.
- Die Grünen – Katrin Eder: Die amtierende Klimaschutzministerin will auch in diesem Wahlkampf das zentrale Thema der Grünen, den Klimaschutz, in den Fokus rücken. Einer von der SPD angestrebten Fortsetzung der Ampelregierung begegnen die Grünen im Vorfeld der Wahl jedoch mit Zurückhaltung.
- AfD – Jan Bollinger: Der Kandidat der AfD tritt als Bewerber für das Amt des Ministerpräsidenten an, obwohl für seine Partei im Vorfeld der Wahl keine Koalitionsoptionen bestehen. Seit 2016 ist Bollinger Mitglied des Landtages. Im Wahlkampf setzt er in Rheinland-Pfalz vor allem auf das Thema illegale Migration.
- FDP – Daniela Schmitt: Für die Freien Demokraten steht zunächst der Einzug in den Landtag im Mittelpunkt. Nach dem Scheitern der Ampelkoalition auf Bundesebene kämpft Spitzenkandidatin Schmitt ebenso wie ihre Partei mit einem Mangel an öffentlicher Aufmerksamkeit. Als amtierende Wirtschafts- und Verkehrsministerin konnte sie jedoch zentrale Positionen der FDP in das Landesklimaschutzgesetz sowie in das Landesjagdgesetz einbringen.
- Freie Wähler – Joachim Streit: Der Spitzenkandidat der Freien Wähler war zuvor Abgeordneter im Europäischen Parlament und hat in den vergangenen Monaten seinen politischen Schwerpunkt nach Rheinland-Pfalz verlagert. Er strebt eine Beteiligung an der Landesregierung an und kündigte im Wahlkampf unter anderem an, zwei Ministerien abschaffen zu wollen.
- Die Linke – Rebecca Ruppert: Die Spitzenkandidatin der Linken setzt im Wahlkampf klare Schwerpunkte bei den Themen Wohnen und Gesundheit und strebt mit ihrer Partei den Einzug in den Landtag an. Mit diesen Inhalten möchte die Partei insbesondere junge Menschen erreichen.








