„Trump hat die USA verkauft“ – mit diesem Statement startet Co-Grünenchefin Franziska Brantner ein Instagram-Video über die US-Regierung von Präsident Donald Trump. Doch ihre Worte sind nicht das, was aufhorchen lässt. Es ist zu sehen, wie sie ein großes Küchenmesser in einen orangefarbenen Kürbis stößt und ihn aufschneidet – eine Anspielung auf Trumps äußeres Erscheinungsbild, das geprägt ist von seinem berüchtigten orangen Spray-Tan-Teint?

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Inhaltlich richtet sich Brantners Kritik gegen Trumps politische Machtbasis und dessen Nähe zu ultrareichen Unternehmern aus der Tech-Branche. Sie spricht von einer „Broligarchy“ und wirft dem US-Präsidenten vor, zentrale Interessen des Landes aus der Hand gegeben zu haben. „Einige von ihnen hatten Trump lange gemieden, aber irgendwie sind sie heute alle seine engsten Verbündeten. Tja.“

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Der Kürbis, der in der Satire häufig als Anspielung auf Trumps äußeres Erscheinungsbild verwendet wird, spielt im Video eine zentrale Rolle. Donald Trump wurde in der Vergangenheit oft wegen seines orangefarbenen Teints als „Orange-Man“ bezeichnet. In den USA werden Kürbisse daher regelmäßig genutzt, um Karikaturen des US-Präsidenten darzustellen. Die Praxis ist Teil der Halloween-Tradition des sogenannten „Pumpkin Carving“, bei der Kürbisse ausgehöhlt und mit Messern oder speziellen Werkzeugen kunstvoll geschnitzt werden, eben auch mit dem Konterfei des Präsidenten.

Brantner zerteilt ihren Kürbis im Video, entfernt die Kerne und verarbeitet ihn schließlich zu einer Suppe. Am Ende probiert sie das Gericht, verzieht das Gesicht und kommentiert: „Das schmeckt nach einem Jahr schon ziemlich eklig.“

„Bösartige Unterstellung“: Sprecher der Partei dementiert Vorwürfe

Der zeitliche Bezug ist eindeutig: Das Video erschien am 20. Januar 2026, genau ein Jahr nach Trumps Amtsantritt. Die etwas zweideutige Bildsprache führt jedoch zu Spekulationen über eine bewusste Gewaltdarstellung. Dem trat die Partei entgegen. Ein Sprecher der Grünen sagte am Mittwochabend gegenüber dem „Tagesspiegel“: „Franziska Brantner kocht Kürbissuppe. Alles andere ist eine bösartige Unterstellung.“

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Die Aktion wirft dennoch Fragen auf, da sich die Grünen seit Jahren ausdrücklich gegen Hass, Gewalt und aggressive Kommunikation im digitalen Raum positionieren. Franziska Brantner steht seit 2024 gemeinsam mit Felix Banaszak an der Spitze von Bündnis 90/Die Grünen.

Die Bundestagsabgeordnete gehört seit mehr als einem Jahrzehnt dem Parlament an und war zuvor parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium unter Robert Habeck. In ihrer Rolle als Parteivorsitzende setzt sie zunehmend auf direkte Kommunikation über soziale Medien.