Instagram ist in Russland gesperrt. Trotzdem postete Kirill Dmitrijew, Putins Sonderbeauftragter für wirtschaftliche Zusammenarbeit, dort zum Auftakt der Verhandlungen ein Foto der in Wolken gehüllten Etihad Towers. Untermalt mit dem Song „Dort hinter dem Nebel“ der russischen Hip-Hop-Gruppe „Mosovich & Batrai“.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Das Foto ist quasi ein Sinnbild für die Verhandlungen, die in am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi stattfinden. Dmitrijew und die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sind mit dabei. Die russische Delegation leitet Igor Kostjukow, der Chef des Militärgeheimdienstes, Chefunterhändler der Ukraine ist wiederum Rustem Umjerow.

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Vieles wird hinter dem Nebel bleiben, eine Pressekonferenz der russischen Seite wird es zumindest am Mittwoch nicht geben, so Kremlsprecher Dmitri Peskow: „Wir planen keine Stellungnahmen abzugeben.“ Bekannt ist bislang lediglich ein Art Fahrplan in Sachen Sicherheitsgarantien. Bei Verletzung des Waffenstillstands würde man stufenweise reagieren, von diplomatischen Bemühungen bis hin zum Kampfeinsatz.

Soldaten der russischen Armee schießen auf eine ukrainische Drohne
Über ein mögliches Ende im Ukraine-Krieg verhandeln Unterhändler aus Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi. (Symbolbild)© Uncredited/Russian Defense Ministry Press S/AP/dpa | Uncredited

Die Positionen der Kriegsparteien liegen bei zentralen Punkten noch weit auseinander. Zu den heikelsten Fragen gehört die Forderung Moskaus, dass die Ukraine von ihr gehaltenes Territorium aufgibt. Die Regierung in Moskau machte zu Beginn der Gespräche klar, dass sie an ihren Forderungen festhalte. Russische Truppen würden so lange weiter in der Ukraine kämpfen, bis die Regierung in Kiew Entscheidungen zur Beendigung des Krieges treffe, sagte Peskow. Die russische Position sei unverändert. „Russland setzt seine militärische Sonderoperation fort. Die Tür zu einer friedlichen Lösung ist offen, und Russland bleibt offen“, betonte der Kremlsprecher. „Doch solange das Kiewer Regime nicht die entsprechenden Entscheidungen trifft, wird die militärische Sonderoperation fortgesetzt.“

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Russland hält derzeit etwa 20 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt. Auch die Zukunft des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja, des größten in Europa, ist strittig. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew konzentrieren sich die Gespräche auf militärische Fragen. Putins Sprecher Peskow lobte die amerikanische Verhandlungsführung. Den Unterhändlern aus den USA sei man „für ihre Bemühungen dankbar.“

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Unterdessen war Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Dienstag überraschend in Kiew eingetroffen. Die massiven Angriffe durch die russischen Streitkräfte bezeugten „keine ernsthaften Friedensbemühungen“ Moskaus, so Rutte in einer Rede vor dem ukrainischen Parlament.

Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministers Sergei Lawrow, hingegen drohte erneut: „Russland hat wiederholt erklärt, dass die Stationierung westlicher Truppen auf ukrainischem Territorium, unter welcher Flagge auch immer, eine Bedrohung für unsere Sicherheit darstellt. Wir werden diese Truppen als legitimes militärisches Ziel betrachten.“ Mehr als fraglich ist es, ob die Gespräche in Abu Dhabi jetzt einen wirklichen Durchbruch bringen werden.