Natürlich hat die CDU recht, wenn sie auf die Wachstumsschwäche verweist. Thüringen braucht Investitionen und Innovation. Aber wirtschaftlicher Aufwind entsteht nicht im luftleeren Raum. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Die Konjunktur nimmt dort Fahrt auf, wo Fachkräfte bleiben wollen, Löhne existenzsichernd sind und Arbeit planbar ist. Besitzstandswahrung zu beklagen, verkennt, dass soziale Standards hart erkämpfte Grundlagen von Wohlstand sind.
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Auch die Ablehnung einer Arbeitskammer durch die Industrie- und Handelskammern überzeugt nicht. Mehr institutionalisierte Mitsprache für Beschäftigte bedeutet nicht automatisch mehr Bürokratie. Im Gegenteil: Ein klar definiertes Forum kann Konflikte bündeln und Lösungen beschleunigen. Die Behauptung, bestehende Strukturen reichten aus, ist bequem, aber nicht zwingend richtig.
SPD fordert faire Arbeitsbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg
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Die SPD setzt mit ihrem Papier einen Schwerpunkt auf gute Arbeit und faire Bedingungen. Das mag aus Sicht mancher Unternehmer unbequem sein. Doch wirtschaftlicher Erfolg und soziale Errungenschaften sind keine Gegensätze.
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Wer Thüringens Zukunft sichern will, darf nicht nur über Renditen sprechen, sondern auch über Respekt denen gegenüber, die sie erarbeiten. Am Ende kann nur ein gelungener Zweiklang dafür sorgen, dass sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer Gewinner sind. Beide sollten deshalb mehr miteinander als übereinander reden und sich zusammenraufen.





