Bei der Razzia gegen einen rechtsextremen Verlag haben Einsatzkräfte brisantes Material gefunden: NS-Devotionalien, Propagandamaterialien, elektronische Datenträger und andere Beweismittel wurden sichergestellt. Insgesamt seien zehn Wohnungen und Geschäftsräume in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen sowie vier weitere Räumlichkeiten in Spanien und Polen durchsucht worden, teilten die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg mit.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Seit mehreren Jahren steht der rechtsextremistische Verlag „Der Schelm“ den Angaben nach im Fokus der Ermittlungsbehörden. Er soll unter anderem Publikationen mit antisemitischen und volksverhetzenden Inhalten sowie Schriften, in denen der Holocaust geleugnet wird, vertreiben.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen acht Beschuldigte vor allem wegen des Verdachts der Volksverhetzung in mindestens 488 Fällen, wie es hieß. Der 61-jährige Hauptbeschuldigte werde aktuell in Russland vermutet. Nach Informationen von rbb 24 Recherche haben die Durchsuchungen in Leipzig, Pforzheim, Neuenbürg, Bottrop, Schönwald und Wertheim stattgefunden. Unklar war zunächst auch, ob es Festnahmen gab.
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Razzien: Verlag soll volksverhetzende Schriften verbreitet haben
Es geht nach Angaben des Sprechers darum, dass die Beschuldigten in 488 Fällen gemeinschaftlich volksverhetzende Druckwerke von 2022 bis 2024 hergestellt, verbreitet, geliefert und vorrätig gehalten haben sollen. Laut rbb stehen sechs Männer und zwei Frauen deutscher Herkunft im Fokus der Ermittler. Darunter seien zwei Druckereibesitzer, ein Grafiker sowie ein IT-Spezialist und der Besitzer eines Business-Centers.
In Polen lassen die Ermittler laut dem rbb per Amtshilfe eine Druckerei und in Spanien eine Lagerhalle sowie Privat- und Firmenräume durchsuchen. Es gehe um einen Verlag mit Onlineversand, der seit mindestens zehn Jahren rund 100 Nachdrucke von antisemitischen Büchern und Schriften aus der Zeit des Nationalsozialismus verbreitet sowie rassistische und den Holocaust leugnende Veröffentlichungen, deren Vertrieb in Deutschland verboten ist.
daw, dpa







