Union und SPD denken laut einem Medienbericht über harte Schritte gegen den hohen Krankenstand nach. Wie die „Bild“ unter Berufung auf Koalitionskreise meldet, hat die Unionsseite in Gesprächen unter anderem vorgeschlagen, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu kürzen. Konkret steht im Raum, die bisherige Dauer von sechs Wochen, in denen Arbeitgeber das Gehalt bei Krankheit voll weiterzahlen, zu verkürzen.
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Außerdem gebe es die Überlegung, dass Arbeitgeber nur noch einmal im Jahr Lohnfortzahlung leisten müssen, berichtete „Bild“. Das hieße, wenn die Maximallänge erreicht ist, würde bei einem erneuten Krankheitsfall sofort die Krankenkasse mit dem niedrigeren Krankengeld einspringen müssen.
Zudem ist nach Angaben von „Bild“ die Wiedereinführung des Karenztages im Gespräch: Somit würde es am ersten Krankheitstag kein Gehalt geben. Das würde die Unternehmen finanziell entlasten. In Regierungskreisen werde aber darauf hingewiesen, dass „am Ende nur gilt, was insgesamt geeint wurde“. Sicher sei, dass Deutschland „die höchste Zahl von Krankentagen in Europa hat“. Beide Koalitionspartner würden das gerne nach unten drücken, hieß es.
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Energiepreise: Koalition beriet sich zu Entlastungen bis in die Nacht
Am Sonntag hatte die schwarz-rote Regierungskoalition weiter um Fortschritte beim Thema Energiepreise und bei den anstehenden Sozial- und Steuerreformen gerungen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) und andere führende Politiker verließen den Verhandlungsmarathon in der Villa Borsig in Berlin erst eine halbe Stunde nach Mitternacht, ohne über die Verhandlungen zu berichten. Eventuelle Ergebnisse werde es laut der dpa wahrscheinlich erst am Montag bei einer Pressekonferenz geben.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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SPD-Chef Klingbeil war während der Verhandlungen auf der Terrasse des von der Polizei abgeschirmten Anwesens zu sehen. CSU-Chef Markus Söder schickte auf der Plattform X ein Foto von sich am See mit dem Hinweis: „Heute wichtiger Tag in Berlin…“.
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Ministerpräsidenten zeigen sich ungeduldig
Insbesondere den Regierungschefs der drei Bundesländer, in denen in diesem Jahr noch Landtagswahlen stattfinden, geht die Entscheidungsfindung in Berlin viel zu langsam. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze, ein Parteifreund von Kanzler Friedrich Merz, meldet sich oft mehrfach täglich zu Wort. „Der Benzinpreis-Frust ist groß wie nie. Wir brauchen diese Woche Ergebnisse, wie die hohen Spritpreise endlich sinken. Wichtig dabei ist, dass Bürger und Firmen die Senkung sofort spüren und nicht erst in Wochen oder Monaten“, mahnte der CDU-Politiker in der «Bild».
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Im ARD-„Bericht aus Berlin“ rief er zur Aussetzung der CO₂‑Steuer auf Kraftstoffe auf. Das verlangte auch Thüringens Regierungschef Mario Voigt (CDU) in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Die Lage sei ernst, Entlastung an den Zapfsäulen notwendig.
Auch Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister von Berlin, und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) machen Druck. Beide haben wie Schulze im September in ihren Ländern Wahlen zu bestehen. Schwesig verlangte bereits ein Sondertreffen der Regierungschefs der Länder mit dem Kanzler zu Thema Energiepreise. Das forderten auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher und Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (beide SPD).
mit afp








![Friedrich Merz (CDU) und Bärbel Bas (SPD) im Juni im Bundeskanzleramt. Pressekonferenz [press conference] nach der ?bergabe des Berichts der Altersicherungskommission zur Rentenreform in Berlin](https://img.sparknews.funkemedien.de/413277497/413277497_1790592399_v16_9_1200.jpeg)

