Die Spritpreise steigen und mit ihnen der Druck auf die Politik. Nach der Blockade der Straße von Hormus hat die Bundesregierung bereits reagiert – mit befristeter Steuersenkung, neuen Regeln für Tankstellen und steuerfreien 1000-Euro-Bonuszahlungen für Beschäftigte. Doch für viele Pendler stellt sich eine andere Frage: Warum wird nicht auch das Deutschlandticket günstiger?

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Eine Preissenkung ist aber derzeit nicht geplant. Der Preis bleibt bei 63 Euro. Statt einer bundesweiten Entlastung kommen Rabatte, wenn überhaupt, aus den einzelnen Bundesländern. Und dort entscheidet sich, wer von der Preisanpassung profitieren kann und wer nicht.
Deutschlandticket: Berlin und Brandenburg senken den Preis
Hamburg senkt den Preis für Senioren deutlich. Ab 1. Mai sollen sie nur noch 49 Euro zahlen. In Berlin und Brandenburg profitieren ab dem Sommer vor allem die Jüngeren. Auszubildende und Teilnehmende an Freiwilligendiensten sollen das Ticket für 37,50 Euro im Monat bekommen. Die Tickets sollen in Berlin ab dem 1. Juni vorbestellt und ab dem 1. Juli genutzt werden können, in Brandenburg geht der Verkauf ab dem 1. Juli los.
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In vielen Bundesländern existieren zwar schon länger spezielle Tarife, etwa für Menschen mit geringem Einkommen. In Hamburg kostet das Deutschlandticket im Sozialtarif rund 27,50 Euro. Nordrhein-Westfalen bietet ebenfalls ein „Deutschlandticket Sozial“ an, allerdings für etwa 53 Euro. Der Unterschied hängt vom Wohnort ab.
Deutschlandticket-Rabatt für junge Menschen
Auch für junge Menschen läuft die Regelung ähnlich ab. Im Saarland ist das Ticket bereits ab 30 Euro erhältlich, in Baden-Württemberg zahlen unter 27-Jährige pauschal 45 Euro. In Nordrhein-Westfalen sind es für Schüler rund 43 Euro, während sie in Hamburg teilweise sogar kostenlos fahren können.
Rund um das Thema Mobilität
Einfluss auf Rabatte haben allerdings auch die Arbeitgeber. Über Jobtickets können Unternehmen das Deutschlandticket bezuschussen und damit vergünstigen. Für viele Beschäftigte sinkt der Preis somit deutlich. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Senioren mit einem monatlichen Zuschuss von rund 20 Euro. Andere Bundesländer wie Bayern, Brandenburg, Saarland und Sachsen-Anhalt planen keine weiteren Änderungen des Deutschlandticketpreises für gesonderte Gruppen.








