Der gestählte, gepanzerte Männerkörper ist in der zweiten Amtszeit von Donald Trump schwer in Mode gekommen. Sein selbst ernannter „Kriegsminister“ Pete Hegseth hängt gefühlt mehr am Reck als am Telefon und gibt auch im Pentagon eine strenge Fitness-Leitlinie vor. Vor einiger Zeit kündigte Hegseth gar an, dass ihm übergewichtige Generäle nicht mehr unter die Augen treten sollten. Schlank, rank und gestählt solle er sein, der amerikanische Soldat, auch der, der seinen Job vorwiegend am Schreibtisch macht.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Fitness-Enthusiast Nummer zwei in Trumps Kabinett ist Gesundheitsminister Robert F. Kenney Jr. Der 72-Jährige lieferte sich gerade ein Fitness-Battle mit Rockstar Kid Rock und posierte in den sozialen Medien anschließend mit entblößter Heldenbrust und in engen Jeans. Sein Gesundheitsprogramm lässt sich auf die knappe Formel bringen: Liegestütze statt Impfen.
News aus den USA
Donald Trump: „Ich trainiere ungefähr eine Minute am Tag“
Und Donald Trump? Der bald 80-Jährige bescheinigte sich erst vor ein paar Tagen wieder selbst eine robuste Physis. Beim Empfang der Astronauten der Artemis-2-Mission erklärte der US-Präsident erneut, in ausgezeichneter körperlicher Verfassung zu sein – im Gegensatz zu seinem Vorgänger Joe Biden, wie Trump betonte. Anders als seine Mucki-Minister hat sich das „very stable genius“ (so bezeichnet sich Trump einst selbst) kein ausgefeiltes Fitnessprogramm auferlegt. „Ich trainiere so viel, ungefähr eine Minute am Tag, maximal, wenn ich Glück habe“, sagte Trump am Dienstag bei einem Auftritt mit jugendlichen Sportlerinnen und Sportlern im Weißen Haus. Danach unterzeichnete er eine Anordnung zur Wiedereinführung des Fitnessabzeichens des Präsidenten, das seit den späten 1950er-Jahren an Schulkinder vergeben worden war.
Damit eröffne er „ein goldenes Zeitalter der Athletik“, sagte Trump weiter. Er mokierte sich dabei über den früheren Präsidenten Barack Obama, der den jährlichen Fitnesstest 2013 durch ein Fitnessprogramm ersetzt hatte.
Leg day in Austin. pic.twitter.com/UMlPyIRs9i
— Secretary Kennedy (@SecKennedy) 27. Februar 2026
Zugleich scherzte Trump mit Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. über seinen eigenen Bewegungsmangel. Anlass war eine Geschichte des Gesundheitsministers über seinen Vater Robert F. Kennedy, der eine stramme Tageswanderung von 50 Meilen (gut 80 Kilometer) unternommen hatte. Kennedy Jr. sagte, es wäre für den leidenschaftlichen Golfer Trump „ein Kinderspiel“, dasselbe zu tun, da der Präsident „jedes Wochenende neun Meilen am Tag auf einem Golfplatz“ laufe. Trump wandte dazu ein: „Wenn ich nicht das Golfmobil benutze.“
Immer wieder Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand
Der Präsident tätschelte überdies einem Schüler den Arm und fragte, ob er ein „starker Mensch“ sei, worauf der Junge mit „Ja, Sir“ antwortete. „Glaubst du, du könntest mich im Kampf schlagen?“, fragte Trump – und fügte mit einem Kichern hinzu: „Ich glaube, das könntest du.“ Nach dem Termin schob Trump für die Fotografen einen Golfball über den Südrasen des Weißen Hauses, während die Schüler an einem Reck turnten.
Trump wird am 14. Juni 80 Jahre alt. Seit seinem erneuten Amtsantritt vor gut 13 Monaten gab es allerdings wiederholt Spekulationen über seinen Gesundheitszustand, weil der Präsident mehrfach bei Veranstaltungen einzuschlafen schien. Zudem waren an seinen Händen und am Hals auffällige, mit Schminke bedeckte Blutergüsse zu sehen. Das Weiße Haus erklärte sie wechselweise mit vielem Händeschütteln und mit einem hohen Aspirin-Konsum Trumps.
tok mit dpa








