Rund vier Monate vor der Landtagswahl am 6. September zeigt eine Umfrage: Die AfD bleibt mit großem Abstand die stärkste politische Kraft in Sachsen-Anhalt. In dem Bundesland gilt die Partei laut Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Im aktuellen „Sachsen-AnhaltTREND“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von „Magdeburger Volksstimme“, „Mitteldeutsche Zeitung“ und Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) liegt die Partei bei einer Zustimmung von 41 Prozent. Zum Vergleich: Die Christdemokraten bringen es laut der Umfrage auf 26 Prozent.
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Sachsen-Anhalt: AfD in Umfrage weit vor der CDU
Im Vergleich zur letzten Infratest-Umfrage im vergangenen September legte die AfD um 2 Prozentpunkte zu. Hinter der zweitplatzierten CDU (minus 1 Prozent) folgen Linke (12 Prozent) und SPD (7). Grüne und BSW liegen bei jeweils 4 Prozent. Sie würden wie die noch mitregierende FDP den Einzug in den Landtag verpassen. Die FDP wird wegen niedriger Werte in der Umfrage nicht einzeln ausgewiesen. Alle sonstigen Parteien kommen auf 6 Prozent.
Damit verändert sich der Trend aus den letzten Umfragen des Instituts Insa für das Nachrichtenportal „Nius“. Dort sank die AfD von einem Hoch im Oktober von 40 Prozent leicht ab auf zunächst 39 Prozent im Januar und schließlich 38 Prozent im März.
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Amtsinhaber Sven Schulze laut Umfrage vor AfD-Kandidat
Bei der Frage, wer die nächste Landesregierung anführen sollte, liegen AfD (43 Prozent) und CDU (44 Prozent) nahezu gleichauf. 13 Prozent der Befragten machen keine Angabe oder wissen es nicht. Würde der Ministerpräsident direkt gewählt werden, läge Amtsinhaber Sven Schulze (CDU) mit 36 Prozent vor AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (32 Prozent). Während Schulze dabei auch Zustimmung von Anhängern anderer Parteien erhält, wählen Siegmund vor allem die AfD-Anhänger. Nahezu 32 Prozent wissen es nicht oder machen keine Angabe.
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Besonders wichtig ist den befragten Menschen als politisches Problem der Komplex Einwanderung, Flüchtlinge, Asylpolitik und Integration (14 Prozent) – danach folgen Bildung, Schule, Ausbildung (12 Prozent) und Wirtschaft (10 Prozent). Die meisten Befragten trauen der AfD am ehesten zu, die größten politischen Probleme Sachsen-Anhalts zu lösen (31 Prozent) – zwei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Infratest-Umfrage im September. Die CDU kommt auf 18 Prozent und verliert zur letzten Umfrage zwei Prozentpunkte. Jeder Fünfte traut keiner Partei die abgefragte Problemlösungskompetenz zu.
Wahlumfragen sind keine Prognosen
Wahlumfragen sind mit Unsicherheiten behaftet. So erschweren etwa nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
dpa









