Wladimir Putin hat in Peking bekommen, was er wollte: Chinas Führung steht weiter zu Russland, auch im fünften Jahr des Ukraine-Kriegs. Die beim Gipfel bekräftigte strategische Partnerschaft ist für den russischen Präsidenten überlebenswichtig in seinem kräftezehrenden Feldzug gegen die Ukraine. Chinas Staatschef Xi Jinping hält Putin den Rücken frei, mit dem Kauf von Öl und Gas aus Sibirien füllt er die russische Kriegskasse – allerdings zu Pekings Bedingungen, wie das Tauziehen um eine zweite Gaspipeline zeigt. Klar ist nun: An einem schnellen Ende des Ukraine-Kriegs hat China kein Interesse.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Für Europa ist das eine schlechte Nachricht. Aus globaler Perspektive aber sollte man den Schulterschluss nicht überschätzen. China und Russland sind Partner, aber auch künftig keine Freunde. Xi achtet sehr darauf, dass sein Zweckbündnis mit Putin nicht die Beziehungen zum Westen in Gänze aufs Spiel setzt.

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg

China inszeniert sich als globale Macht – doch der Weg ist noch weit

China braucht Russland als Rohstofflieferanten, aber die USA und Europa als Handelspartner. Putin will die internationale Ordnung zerstören, Xi will sie zu seinen Gunsten ändern. Mit den Visiten von Putin und zuvor von Trump versucht der chinesische Staatschef schon, sein Land als Zentrum der globalen Politik zu inszenieren. Doch davon ist China noch ein gutes Stück entfernt.

Kommentarkopf Christian Kerl
Christian Kerl, Politik-Korrespondent© ZRB | ZRB

Die USA sind selbst mit einem irrlichternden Präsidenten bis auf Weiteres militärisch und ökonomisch überlegen. China hat bei seinem Wiederaufstieg schon viel erreicht, wenn es auf Augenhöhe mit Amerika agiert. Dabei darf Putin gern behilflich sein – aber nur als Juniorpartner, nicht als starker Verbündeter.