Für 28 Euro im Monat sollen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Thüringen den öffentlichen Nahverkehr nutzen können. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten wäre das für viele Familien eine spürbare Entlastung. Dass Handwerkskammern, Sozialverbände und Interessenvertretungen das Vorhaben unterstützen, überrascht daher nicht. Mobilität bedeutet Teilhabe. Es geht um den Weg zur Schule, zur Ausbildungsstelle, ins Kino oder zum Sportverein.

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Eine Investition in die Zukunft also, die bestechend klingt. Trotzdem ist die Entscheidung der Landesregierung, die subventionierte Fahrkarte vorerst nicht einzuführen, richtig.

Deutschlandticket bleibt Priorität: Regierung setzt auf Finanzierung

Denn Politik muss nicht lediglich wünschenswerte Ziele formulieren, sondern auch finanzierbare Prioritäten setzen. Vor diesem Hintergrund erscheint es nachvollziehbar, dass die Regierung zunächst das Deutschlandticket absichern will, statt ein weiteres kostspieliges Förderprogramm aufzulegen. Immerhin belaufen sich die Mehrkosten auf einen mittleren bis höheren zweistelligen Millionenbetrag.

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Nicht zu vergessen: Ein günstigeres Ticket allein verbessert nicht den Service an sich. Gerade im ländlich geprägten Freistaat kämpfen viele Regionen mit unzureichenden Taktungen, fehlenden Verbindungen und überlasteten Strecken. Einige Regionalverbindungen stoßen längst an ihre Kapazitätsgrenzen. Mehr Fahrgäste lassen sich nur dann dauerhaft gewinnen, wenn gleichzeitig zusätzlich Geld in Busse, Bahnen, Personal und Infrastruktur fließt.

Rabatte greifen zu kurz, wenn das Angebot nicht überzeugt

Ein Rabatt auf ein Angebot, das vielerorts nicht attraktiv genug ist, setzt die falschen Schwerpunkte.