Erst Pisa und jetzt auch noch der Bildungsmonitor. Auch wenn die Erhebungen kaum vergleichbar sind. Die sich aus den Ergebnissen ergebende Diagnose ist identisch: Thüringen befindet sich bildungspolitisch im Wachkoma.

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Dass sich sein Zustand nicht verbessert hat, hat unterschiedliche Gründe. Da ist zum einen die Schwere der Erkrankung. Sie benötigt Zeit, um erfolgreich therapiert zu werden. Zugegeben: Zuletzt wurden mehr Lehrer eingestellt, als ausgeschieden sind. Aber dadurch wird das System nicht über Nacht wieder fit. So etwas dauert trotz Schülerrückgang Jahre.

Mehr Pädagogen und bessere Englischkenntnisse für Thüringens Schüler

Um den Zustand des Freistaats nachhaltig zu verbessern, muss man beide Studienergebnisse ernst nehmen. Weiterhin müssen mehr Pädagogen gewonnen werden. Und es darf nicht sein, dass junge Thüringerinnen und Thüringer immer schlechter lesen, schreiben und rechnen können. Um auf das (Berufs-)Leben vorbereitet zu sein, reicht Deutsch allein nicht mehr aus. Englischkenntnisse müssen gefördert werden, ebenso wie jene in den MINT-Fächern.

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Dabei darf kein Kind allein gelassen werden. Wer schnell gut mitkommt, muss ebenso und nicht zuletzt früh gefördert werden wie derjenige, der länger braucht. Dann werden Schulabbrecher die Ausnahme sein. Und dem Patienten Thüringen wird neues Leben eingehaucht.

Aktuelle Nachrichten aus Thüringen

Für anhaltenden Erfolg muss das Land schließlich das bildungspolitische Immunsystem resistent machen: Längeres gemeinsames Lernen gab es schon an der Polytechnischen Oberschule. Heute könnten personell gut ausgestattete Gemeinschaftsschulen – ohne ideologische Indoktrination – den Lernerfolg der Schüler deutlich nach oben schrauben.