Der Schritt war überfällig. Georg Maier tritt nicht erneut als SPD-Landesvorsitzender an. Der 59-Jährige macht den Weg frei für einen Neuanfang. Ein wenig zumindest. Seine Nachfolgerin hat er bereits auserkoren.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Doch der Reihe nach: Maiers Schritt an die Parteispitze war an ein beiderseitiges Missverständnis. Der gelernte Banker dachte, er könne die Thüringer SPD mit etwas Sozialromantik und viel Recht und Ordnung auf Zukunftsfähigkeit trimmen. Die leidgeprüften Genossen wiederum meinten, der eher zufällig ins Amt des Innenministers gekommene Wirtschaftspolitiker sei der Richtige, um für frischen Wind zu sorgen.
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SPD verliert an Rückhalt – Maier wird zur Reizfigur
Die Wahrheit war: Die SPD im Freistaat verlor kontinuierlich an Zustimmung in der Bevölkerung. Und Maiers innerparteiliche Zustimmungswerte rutschten immer weiter in den Keller. Vor allem für das linke Lager wurde er beinahe zur Hassfigur.
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Klar ist, dass Maier sich mühte – in Regierung und Partei gleichermaßen. Doch während sich der Innenminister als Kämpfer gegen Rechtsextremismus und für ein AfD-Verbotsverfahren profilierte, verlor der SPD-Chef immer mehr den Kontakt zur Basis, war zunehmend kritikunfähig und isoliert.
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Maier setzt auf Schenk: SPD hofft auf Neuanfang
Dass er nun mit Katharina Schenk seine schärfste Konkurrentin als Nachfolgerin vorschlägt, ist ein kluger Schachzug. Als einigermaßen sicher gilt zwar, dass sie die Mehrheit der Delegierten hinter sich versammeln wird. Aber wie groß ihr Rückhalt ist, wird erst das Wahlergebnis zeigen.
Sollte Schenk es schaffen, die in sozialpolitischer Bedeutungslosigkeit erstarrte SPD zu reanimieren, darf Maier sich endlich mal wieder ein bisschen als Gewinner fühlen.








