Pandemie

Das sind die Themen beim nächsten Corona-Gipfel mit Merkel

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Berlin.  Merkel und die Ministerpräsidenten kommen vor Ende des Lockdowns zusammen. Das wollen sie beim Corona-Gipfel am 3. März besprechen.

3 gute Nachrichten aus der Corona-Forschung

Seit fast 1 Jahr haben wir mit dem SARS-CoV-2-Virus zu tun. Täglich erreichen uns bedrückende Corona-Nachrichten. Doch es gibt auch Neuigkeiten aus der Forschung , die Hoffnung machen.

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  • Merkel und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten kommen am 3. März erneut zusammen, um über die Corona-Maßnahmen zu beraten
  • Der Lockdown soll am 7. März enden - wenn es die Infektionszahlen zulassen
  • Lesen Sie hier, um welche Themen es bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz gehen soll

Seit November gilt der aktuelle Lockdown in Deutschland. Am 7. März soll er endlich vorbei sein, sofern es das Infektionsgeschehen in Deutschland zulässt. Für ein Lockdown-Ende müsste die Zahl der wöchentlichen Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner unter 35 liegen. Das haben Bund und Länder bei ihrem letzten Treffen beschlossen.

Schon vor dem Ende des Lockdowns wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten erneut zusammenkommen, um über das weitere Vorgehen in der Pandemie zu diskutieren: Der nächste Corona-Gipfel ist für Mittwoch, den 3. März geplant.

Corona-Gipfel: Arbeitsgruppe soll Öffnungspläne vorbereiten

Merkel hat sich für eine vorsichtige Strategie bei möglichen Öffnungen ausgesprochen. Öffnungsschritte müssten gekoppelt mit vermehrten Tests klug eingeführt werden, sagte Merkel am Montag nach Angaben von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Sie sprach von drei Bereichen, für die es Öffnungskonzepte geben müsse: persönliche Kontakte, Schulen und Berufsschulen sowie Restaurants und Kultur.

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Ab kommendem Dienstag soll eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Chefinnen und Chefs der Staatskanzleien der Länder zum Thema Öffnungen tagen, um den Corona-Gipfel am 3. März vorzubereiten. Die Gruppe soll Pläne für mögliche Öffnungsschritte erarbeiten, die dann bei der Ministerpräsidentenkonferenz präsentiert werden.

Ministerpräsidentenkonferenz: Impfstrategie könnte Thema sein

Im Fokus stehen dürfte auch die Ausbreitung der ansteckenderen Virusmutationen, die dafür verantwortlich sein könnte, dass der R-Wert seit Tagen wieder steigt. „Das Wichtigste ist vor allem, dass die Politik nicht die Nerven verliert in Deutschland“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag.

Bei dem Treffen könnte es zudem um die Impfkampagne in Deutschland gehen. Söder forderte mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz, das Impfen weiter massiv zu verbessern. Die Impflogistik müsse auf die nächste Stufe des Impfens vorbereitet werden, die vorhandenen Impfzentren müssten ausgebaut werden. Dazu müsse aber auch ein Konzept für Impfungen in Arztpraxen erstellt werden.

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Der Inzidenzwert von 35 dürfte ein Streitpunkt sein. Auf diesen Grenzwert hatten sich Merkel und die Landesregierungen beim Corona-Gipfel am 10. Februar geeinigt. Wenige Tage später distanzierten sich die CDU-Ministerpräsidenten Daniel Günter (Schleswig-Holstein) und Armin Laschet (Nordrhein-Westfalen) davon. „Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen“, sagte Laschet, der seit Mitte Januar CDU-Chef ist.

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Söder bekräftigte seine Forderung, künftig stärker über Maßnahmen auf regionaler Ebene zu entscheiden. In Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 seien Erleichterungen möglich. Wo die Inzidenz weniger gut sei, dürfe weniger geöffnet werden. Wo es sehr schlecht aussehe, müsse gegebenenfalls geschlossen werden.

(küp/raer/dpa)