Für Frauen in den Wechseljahren gibt es seit diesem Monat ein neues Medikament. Der Wirkstoff nennt sich Elinzanetant – Handelsname Lynkuet – und ist nun in Deutschland auf dem Markt. Das rezeptpflichtige Präparat wurde speziell zur Behandlung von Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen entwickelt – typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre, die viele in dieser Lebensphase nur zu gut kennen.

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Der hormonfreie Wirkstoff blockiert gezielt Rezeptoren im Gehirn, die sonst das Eiweiß Neurokinin B aufnehmen. Gerät dieses System in den Wechseljahren aus dem Takt, geraten auch die Wärmeregulation und der Schlaf durcheinander. Elinzanetant wirkt dabei wie ein „Thermostat“. Die Hitzewallungen klingen ab, die Nächte werden dadurch ruhiger. Eingesetzt wird das Mittel einmal täglich abends als Kapsel, nach ärztlicher Verschreibung.
Frühe Anzeichen der Wechseljahre
Wechseljahre: Wie wirksam ist das neue Medikament?
Elinzanetant wurde in mehreren Studien mit über 1800 Frauen getestet. Laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hatten Patientinnen, die das Medikament bekamen, nach 12 Wochen im Durchschnitt deutlich weniger Hitzewallungen als Frauen mit einer Placebobehandlung. Auch der Schlaf und die Lebensqualität besserten sich. Die Wirkung konnte bei längerer Einnahme bestätigt werden und zeigte sich auch bei Frauen, die Hitzewallungen durch eine Brustkrebstherapie bekamen.
In den USA, Australien, Kanada, Großbritannien sowie in der Schweiz wurde das Medikament bereits 2025 zugelassen. Yesmean Wahdan, Leiterin der medizinischen Abteilung für die USA und Nordamerika bei Bayer, bezeichnete die FDA-Zulassung als „wichtige neue Option für Frauen und Ärzte, die unter mittelschweren bis schweren Hitzewallungen in den Wechseljahren leiden“.
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Nebenwirkungen: Müdigkeit und Kopfschmerzen
Wie bei jedem Arzneimittel sind Nebenwirkungen möglich. Am häufigsten traten während der Studien Müdigkeit und Kopfschmerzen auf. Seltener wurden Muskelkrämpfe, Durchfall und depressive Verstimmungen beobachtet. Besteht eine (mögliche) Schwangerschaft, sollte das Präparat nicht eingenommen werden. Die Anwendung soll nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgen.








