Viele Fitness-Influencer leben es in den sozialen Netzwerken vor: Frühes Aufstehen, verbunden mit Sport, scheint auf den ersten Blick perfekt zu sein, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Eine Studie des American College of Cardiology liefert nun Hinweise, die diese Annahme unterstützen – allerdings ist dieser Ansatz nicht für alle Menschen gleichermaßen geeignet. Der optimale Zeitpunkt für körperliches Training hängt vielmehr von weiteren Einflussfaktoren ab.
Frühsport kann sich gesundheitlich auszahlen
Der Studie zufolge kann körperliche Aktivität am frühen Morgen sich tatsächlich besonders positiv auf die Gesundheit auswirken. Die Grundlage für die Untersuchung bildeten die Daten von 14.500 Personen, die über den Zeitraum von einem Jahr einen Fitnesstracker trugen. Auf diese Weise konnten präzise Informationen darüber gewonnen werden, zu welchen Zeitpunkten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer körperlich aktiv waren.
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Die Auswertung ergab, dass Personen, die in den frühen Morgenstunden zwischen 7 und 8 Uhr Sport machen, ein um 31 Prozent geringeres Risiko für eine koronare Herzkrankheit aufwiesen. Zudem zeigte sich ein verringertes Risiko für Bluthochdruck um 18 Prozent sowie für Typ-2-Diabetes um 30 Prozent.
Dass körperliche Aktivität am Morgen positive Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden haben kann, lasse sich nach Einschätzung von Dr. Anna Heidbreder, Neurologin am BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum, unter anderem durch den natürlicherweise erhöhten Cortisolspiegel in den frühen Tagesstunden erklären, wie sie der „Apotheken Umschau“ erklärte. Das Hormon steht in engem Zusammenhang mit der Aktivierungs- und Leistungsfähigkeit des Organismus.
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Beim Sport auf die innere Uhr achten
Mediziner warnen allerdings davor, körperliche Aktivität ausschließlich in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Vielmehr müsse die individuelle innere Uhr den optimalen Zeitpunkt für sportliche Betätigung bestimmen, wie eine in Pakistan durchgeführte Studie nahelegt.

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Im Rahmen dieser Untersuchung trainierten Personen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren mit mindestens einem Risikofaktor für Herzkrankheiten über einen Zeitraum von zwölf Wochen im Einklang mit ihrem persönlichen Aktivitätsrhythmus, während eine Vergleichsgruppe bewusst zu entgegengesetzten Zeiten trainierte. Die Ergebnisse zeigten, dass diejenigen, die ihre sportlichen Aktivitäten an ihren individuellen Biorhythmus anpassten, deutlich größere gesundheitliche Vorteile erzielten.
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Hinzu kommt: Es sind schlicht nicht alle Menschen Frühaufsteher. Wann wir besonders leistungsfähig sind, hängt zu einem großen Teil von unseren Genen ab. Der Versuch, gegen den eigenen biologischen Rhythmus zu handeln, könne eher schaden. Die positiven Effekte von Sport am Morgen bleiben bei Langschläfern daher oft aus. Kommt es dadurch sogar noch zu Schlafmangel, kann das die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen und darüber hinaus das Risiko für Herzkrankheiten sowie Demenz erhöhen.









