Kommunales / Abfallwirtschaft

Zweitägige Anhörung zur Pößnecker Wiewärthe

Pößneck.  Planfeststellungsverfahren zum Weiterbetrieb der Deponie steht kurz vor dem Start der Bürgerbeteiligung

Die Deponie Wiewärthe in Pößneck-Nord muss aus technischen Gründen über das Jahr 2020 hinaus betrieben werden.

Die Deponie Wiewärthe in Pößneck-Nord muss aus technischen Gründen über das Jahr 2020 hinaus betrieben werden.

Foto: Jens Voigt

Vor mehr als vier Jahren wurde in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Saale-Orla die Entscheidung getroffen, die Deponie Wiewärthe in Pößneck-Nord über das Jahr 2020 hinaus zu betreiben.

Der Grund war und ist, dass die Deponie aufgrund eines rückläufigen Müllaufkommens nicht so schnell verfüllt werden kann, wie es ursprünglich geplant war.

Die Müllhalde soll nicht erweitert werden. Es gilt lediglich, die beiden vorhandenen Verfüllungsbereiche nach den Regeln der Technik auszugestalten und abzuschließen.

Hierfür ist ein sogenanntes Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig. Dieses ist so weit gediehen, dass an die Beteiligung der Betroffenen aus Pößneck und Umgebung gedacht werden kann.

So teilte Heiko Schmidt, stellvertretender Geschäftsleiter des Zweckverbandes, am Rande der jüngsten Verbandsversammlung mit, dass die entsprechenden Unterlagen voraussichtlich ab Mitte Januar für vier Wochen in geeigneten Räumlichkeiten der Stadt Pößneck zur Einsichtnahme durch jeden Interessierten ausgelegt werden. Betroffene Bürger und Einrichtungen hätten dann bis Mitte März Zeit, schriftlich Stellung zu beziehen.

Als Höhepunkt der Bürgerbeteiligung folgt der Anhörungs- und Erörterungstermin, zu welchem es kurz nach Ostern kommen soll. Hierfür soll für zwei Tage der Saal des Schützenhauses gemietet werden.

Das Verfahren wird vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz geführt. Die Details der Bürgerbeteiligung werden von der Behörde in Kürze mit einer öffentlichen Bekanntmachung kundgetan, so Schmidt.

In Vorbereitung der nächsten Verfahrensschritte habe der Zweckverband vor einer guten Woche 120 Ordner mit Unterlagen beim Landesamt in Weimar abgeliefert, so Schmidt.

Bis auf Weiteres sei man nur zur Sicherstellung guter technischer Bedingungen für den Anhörungs- und Erörterungstermin verpflichtet.

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