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Zahnarztpraxis aus Mühlhausen generiert 3000 Euro für Menschen in Not

Wie sich Schmerzen durch Prävention und Therapie erfolgreich und im günstigsten Fall schon in Windeseile lindern lassen, darin sind die Zahnärztin Sandra Kollascheck aus Mühlhausen und ihre zahnmedizinischen Fachangestellten versiert. Wenn jedoch Menschen plötzlich von schlimmsten seelischem Leid getroffen werden, ist die Hilfe anderer Experten gefragt. So wurde jenem Praxisteam nach dem schweren Verkehrsunfall vor einem Jahr bei Bad Langensalza der Stellenwert der Notfallseesorge im Unstrut-Hainich-Kreis eindringlich bewusst.

Die promovierte Zahnmedizinerin Sandra Kollascheck und ihr Team haben das 15-jährige Praxisbestehen zum Anlass genommen, um für den ehrenamtlichen Dienst der Notfallseelsorge zu werben und diese finanziell zu unterstützen. Und eine jetzt geleerte Spendenbox hätten die Patienten mit 2503,62 Euro gefüllt.

Die von der Zahnarztpraxis aufgestockten 3000 Euro wurden nun der beim Diakonischen Werk Eichsfeld-Mühlhausen angesiedelten Notfallseelsorge übergeben. „Das hilft uns bei der Weiterbildung und Ausstattung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, bedankte sich Geschäftsführerin Stefanie Schmerbauch für die Aktion und die spendenfreudigen Patienten. Nicht nur Angehörigen von Unfallopfern oder Betroffenen von Extremsituationen stünde die psychosoziale und seelsorgerische Krisenintervention rund um die Uhr zur Verfügung. rs

Schüler stellen ihre Ideen von der Stadt Mühlhausen vor

Bäume pflanzen, Einsatz für das Tierheim oder die Tafel, Spielnachmittage im Pflegeheim, Arbeitseinsätze auf dem Schulhof: Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 der Regelschule Thomas Müntzer in Mühlhausen machen sich seit Schuljahresbeginn Gedanken über wichtige Fragen unserer Zeit. In kleinen Teams entwickeln sie im besonderen Lernformat „Frei Day“ eigenständig Projekte zu selbstgewählten Zukunftsfragen.

In kleinen Teams haben die Schüler Projekte entwickelt, die sowohl der Schule als auch den Menschen in Mühlhausen zugutekommen. Die „Teichmaster“ wollen den kleinen Teich auf dem Schulgelände auf Vordermann bringen und das Umfeld aufwerten. Insektenhotels und Nistkästen sind vorgesehen. Das „Team Together“ hinterfragt den Baumbestand im Viertel. Sie setzen sich für Baumpflanzungen ein, haben dabei aber auch den Pflegeaufwand im Blick.

Mit den Projekten treffen die Jugendlichen auch beim Smart-City-Team in Mühlhausen ins Schwarze, heißt es von der Stadtverwaltung. Regelmäßig nutzen sie die Räume der Stadt-Werkstatt für ihre Gruppenarbeiten.
Ihre Arbeitsergebnisse wollen die Schüler nun in der Stadt-Werkstatt ausstellen. Sie laden recht herzlich zur Eröffnung ihrer Ausstellung „Frei Day – Die Zukunft gehört uns!“ am 3. Mai, 11.30 Uhr in die Stadt-Werkstatt am Steinweg 4 ein. Die Ausstellung kann bis zum 31. Mai zu den Öffnungszeiten der Stadt-Werkstatt besichtigt werden - das heißt: montags bis donnerstags 8 bis 15.30 Uhr und freitags bis 13 Uhr.

Hans-Martin Menge aus Mühlhausens Ortsteil Seebach wird Thüringer des Monats

Hans-Martin Menge aus Seebach steht im Fokus der Medien-Vertreter.
Hans-Martin Menge aus Seebach steht im Fokus der Medien-Vertreter. © MDR | David Dienemann

Seit 1994 verleiht MDR Thüringen die Auszeichnung „Thüringer des Monats“. Für den Monat April geht der Titel an Hans-Martin Menge aus Seebach, dessen ehrenamtliches Engagement damit gewürdigt wird. Eine Jury aus Journalistinnen und Journalisten von MDR Thüringen sowie der Thüringer Ehrenamtsstiftung hat darüber entschieden. Im Dezember wird aus den zwölf Thüringern des Monats in einem Publikums-Entscheid der „Thüringer des Jahres“ gewählt. Hans-Martin Menge, der Mann aus dem Ortsteil von Mühlhausen, wird für seinen Einsatz für die Vogelschutzwarte in Seebach sowie für den Umwelt- und Naturschutz, insbesondere für die Vogelwelt, ausgezeichnet. Seit vielen Jahren engagiert sich Hans-Martin Menge ehrenamtlich für den Schutz der heimischen Vogelwelt sowie den Erhalt ihrer Artenvielfalt. Er leitet als Vorsitzender den Verein der Freunde der Vogelschutzwarte Seebach, der ältesten Vogelschutzwarte Deutschlands, die als Heim kranker und pflegebedürftiger Vögel und Brutstätte vieler Vogelarten deutschlandweit bekannt ist. Dort organisiert Hans-Martin Menge zum Beispiel regelmäßige Führungen an Wochenenden für Interessierte und er erneuerte vor fünf Jahren gemeinsam mit einigen Helfern das Storchennest hoch auf dem Dach der Vogelschutzwarte, in dem nun wieder Störche erfolgreich brüten und per Webcam beobachtet werden können.

Jugendblasorchester Nägelstedt spielt für die Bürgerstiftung

Nach dem ersten erfolgreichen Benefizkonzert in Bad Langensalza findet am Sonntag, 5. Mai, 15 Uhr, im Barbaraheim in Mühlhausen, Lindenhof 1, ein weiteres Benefizkonzert für die Bürgerstiftung Unstrut-Hainich statt. Das Jugendblasorchester Nägelstedt lässt bekannte Songs in neuem Glanz erscheinen. Die Karten für das Konzert kosten 5 Euro an der Tageskasse. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.

Das Jugendblasorchester Nägelstedt wird seit vielen Jahren von der Bürgerstiftung für die Jugendarbeit unterstützt. Mit diesem Konzert möchte sich der Verein bei der Bürgerstiftung bedanken. „Die Erlöse aus dem Verkauf der Eintrittskarten kommen den gemeinnützigen Zwecken der Bürgerstiftung und damit den Menschen im Unstrut-Hainich-Kreis zugute“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Landrat Harald Zanker (SPD).

Mühlhausen sucht Platz für eine Bank

In Mühlhausen ist das Projekt „Toleranz-Räume“ zu Ende gegangen. Ziel war es, für ein gutes Miteinander, den Willen zum gegenseitigen Kennenlernens und für Verständnis zu werben. Während eines Workshops im Rahmen der „Toleranz-Räume“ schuf Holzbildhauer Heinz Günther aus Hüpstedt aus einem Eichenstamm eine Holzarbeit, die auch im Nachgang zu Gesprächen und zum Zusammenkommen anregen soll. So entstand eine robuste Eichenbank mit Symbol für die Bürger der Stadt Mühlhausen.

Mühlhausen sucht einen Platz für diese Bank. Die schuf Heinz Günther aus Hüpstedt (links). Jonas Urbach, der CDU-Landtagsabgeordnete aus Bickenriede, half, sie herunterzuladen.
Mühlhausen sucht einen Platz für diese Bank. Die schuf Heinz Günther aus Hüpstedt (links). Jonas Urbach, der CDU-Landtagsabgeordnete aus Bickenriede, half, sie herunterzuladen. © Stadtverwaltung Mühlhausen | Anke Pfannstiel

Nun sollen die Bürger entscheiden, wo die Bank im Stadtbild ihren Platz finden, zur Begegnung und zum Austausch einladen soll. Bis zum 15. Mai liegen in der Mühlhäuser Stadtwerkstatt am Steinweg 4 Karten neben einer Plexiglasurne, die mit Ideen zum Aufstellort der Bank gefüllt werden können. Der Vorschlag, der am häufigsten benannt wird, bekommt den Zuschlag, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

Schlotheimer stellt sein Buch vor

Schriftsteller Mark Jischinski las in der Heimat. Eingeladen hatte ihn die Ortsgruppe des Deutschen Frauenrings zu einer Buchlesung in das Schloss von Schlotheim. Der gebürtige Schlotheimer stellte sein neuestes Werk „Der letzte Genderman“ vor. Erschienen ist dieses Buch im März im Adakia-Verlag.

Der gebürtige Schlotheimer Mark Jischinski bei seiner ersten Lesung  in seiner Heimatstadt Schlotheim.
Der gebürtige Schlotheimer Mark Jischinski bei seiner ersten Lesung in seiner Heimatstadt Schlotheim. © Klaus Dreischerf

Geboren 1974 in Mühlhausen, wuchs Mark Jischinski in Schlotheim auf, ging bis zur zehnten Klasse dort in die Schule und besuchte danach die ehemalige Erich Weinert Oberschule, das heutige Tilesius-Gymnasium. Nach seiner Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt arbeitete er einige Jahre im Finanzamt, bildete sich weiter in Richtung Master, Unternehmensberater und Unternehmensgründer. In den beiden letztgenannten Tätigkeiten arbeitet er mittlerweile bundesweit als Berater und Coach.

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Schon in der Schulzeit galt sein besonderes Interesse der deutschen Sprache. Wie er selbst von sich behauptet, kam das Interesse, selbst zu schreiben, erst relativ spät. Seine schriftstellerische Tätigkeit begann im Jahr 2000. Heute, 24 Jahre später, ist er nach langer Zeit wieder in Schlotheim, wo er zum ersten Mal ein Buch in einer Lesung vorstellte.

Sein vorgestelltes neuestes Werk ist bereits sein 13. Werk, das er veröffentlicht hat. Dass seine Bücher ankommen, bewies nicht zuletzt die erfolgreiche Ausstellung des Verlages bei der Leipziger Buchmesse im Frühjahr. Bei seinem jüngsten Werk „Der letzte Genderman“ nahm er die, wie er es nannte, „sprachlichen Unsinnigkeiten“ der Gendersprache aufs Korn. Mit sichtlichem Vergnügen verfolgten die Besucher diese Lesung. kd

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