Von der Seitenlinie aus verfolgten die Akteure der RSB Thuringia Bulls am Samstagabend erst das Finale im Champions Cup der Rollstuhlbasketballer und anschließend die offizielle Siegerehrung. Als Viertplatzierte blieben sie bei der Medaillenzeremonie des europäischen Verbandes außen vor. Und dennoch hatten die Elxleber einen kleinen Grund zur Freude: Joakim Linden wurde ins All-Star-Team des Final-4-Turnier gewählt und bekam eine persönliche Trophäe überreicht.

Die Mannschaft der Thuringia Bulls sitzt enttäuscht auf dem Hallenboden und verfolgt das Finale um den Champions Cup.
Die Mannschaft der Thuringia Bulls sitzt enttäuscht auf dem Hallenboden und verfolgt das Finale um den Champions Cup.© Marco Alles

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All-Star-Team-Nominierung nur ein schwacher Trost

Der 36-jährige Schwede wirkte sichtlich überrascht und bedankte sich für den Beifall des Publikums sowie seiner Mitspieler. Über die schwachen Auftritte seines Teams im „Basaksehir Sportkomplex“ konnte ihn die Auszeichnung jedoch nicht hinwegtrösten. „Wir hatten uns so viel vorgenommen und haben auch gekämpft“, sagte Linden. „Doch es hat irgendwie nichts gepasst, vor allem gegen Giulianova. Und Madrid war top auf uns eingestellt und mit seinen großen Leuten unterm Korb nur sehr schwer zu bremsen.“

Joakim Linden von den Thuringia Bulls mit der gläsernen Trophäe für seine Nominierung ins All-Star-Team des Champions Cups.
Joakim Linden von den Thuringia Bulls mit der gläsernen Trophäe für seine Nominierung ins All-Star-Team des Champions Cups.© Marco Alles

Das All-Star-Team wird aus den jeweiligen Vorschlägen der vier beteiligten Mannschaften gebildet. Wichtig dabei ist, dass die Punkteanzahl der fünf Spieler wie im regulären Wettbewerb 14,5 nicht überschreitet. Damit es fair zugeht, werden alle Akteure im Rollstuhlbasketball je nach Beeinträchtigung klassifiziert: von 1 bis 4,5 Punkten. Neben Linden wurden außerdem Philip Pratt und Jorge Salazar von Titelverteidiger Albacete sowie Jaylen Brown und Joel Boganelli ausgezeichnet.