Es ist ein schwieriger Moment, sagt Driss Saaid. Nach zwei intensiven Jahren aber heißt es für ihn wie für die Thuringia Bulls, Abschied zu nehmen. Der italienische Nationalspieler verlässt den deutschen Meister im Rollstuhlbasketball.

„Driss ist ein vorbildlicher Teamspieler und absoluter Pfundskerl. Er hat unser Spiel sowohl mit viel Energie als auch Leidenschaft enorm belebt“, lobte Trainer André Bienek den Turiner, der eine Lücke bei den Bulls hinterlässt. Seine Beweggründe aber kann der Coach gut verstehen. Um näher bei der Familie zu sein, kehrt der 29-Jährige in seine Heimat zurück. Er möchte sich dort einer neuen Herausforderung stellen.

Leidenschaft, Athletik und Teamgeist

„Ich habe zwei unglaubliche Saisons erlebt. Es war eine Ehre und ein Privileg, das Trikot eines so außergewöhnlichen Vereins zu tragen. Was die Bulls besonders macht, sind die Menschen. Das werde ich am meisten vermissen“, betonte Saaid zum Abschied.

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Vor zwei Jahren war er von Gran Canaria nach Elxleben gewechselt. Gerade der Beginn aber ist keine einfache Zeit für den gebürtigen Marokkaner gewesen. Die erste Spielzeit war von einer schweren Handverletzung geprägt. Mit bemerkenswerter Disziplin und Unterstützung der Bullen kämpfte er sich zurück, feierte sein Comeback pünktlich zum Saisonfinale und wurde in der vergangenen Spielzeit zu einem festen Bestandteil der Bulls-Rotation.

„Driss hat sich mit bewundernswerter Charakterstärke zurückgekämpft. Seine positive Ausstrahlung hat den Bulls-Alltag spürbar bereichert“, sagte Michael Engel als Mann für Marketing und Sponsoring über Saaid. Seine Leidenschaft und athletische Spielweise auf dem Feld, gepaart mit Teamgeist, machten den Italiener nicht nur sportlich unglaublich wertvoll.

red/seß