Vorfreude bei den Großen, leuchtende Augen bei den kleinen ESC-Talenten. Bei einer ganzen Reihe neuer Fans haben Moritz Klein und die Olympia-Teilnehmer des ESC Erfurt am Dienstag mit ihren Autogrammen das Eis zum Schmelzen gebracht. Auf die bevorstehende Reise nach Mailand nehmen die Erfurter Eisschnellläufer mit ihrer historisch großen Mannschaft eine gehörige Menge Rückenwind mit.

„Besser kann es nicht laufen“, strahlte Sprinterin Sophie Warmuth wenige Stunden zuvor bei der festlichen Verabschiedung durch die Stadt Erfurt. Das Weltcup-Silber vom Wochenende über 500 Meter entfacht bei der 23-Jährigen zusätzliche Vorfreude. Als einzige Frau neben sechs Männern vom Erfurter Stützpunkt vertritt sie den ESC Erfurt und die Landeshauptstadt bei den in zehn Tagen beginnenden Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 22. Februar). Mehr als viele gute Wünsche aus der Heimat werden sie begleiten.

Olympia-Veteran: Patrick Beckert führt das Team an

Von einem der wärmsten Orte in Erfurt zu einem der kühlsten in Mailand, eine Menge warmer Worte und zahlreiche kleine Andenken im Gepäck: Im Wüsten- und Urwaldhaus „Danakil“ der Ega verabschiedete die Thüringer Landeshauptstadt die Kufen-Asse zu ihrer Olympia-Mission. „Was wir vor uns sehen, ist nicht nur ein bisschen. Das ist Erfurt, das ist die Sportstadt Erfurt“, hob Oberbürgermeister Andreas Horn (CDU) die geballte Kraft hervor.

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Mit den fünf Erfurtern Sophie Warmuth, Patrick Beckert, Felix Maly, Moritz Klein, Finn Sonnekalb sowie mit Hendrik Dombek (Münchner EV) und Fridtjof Petzold (Crimmitschauer PSV) ist die Mannschaft so groß wie nie, die der Erfurter Stützpunkt beim weltweit größten Wintersportereignis ins Rennen schickt. Im 183-köpfigen Team D bei den Winterspielen hat der ESC Erfurt mit fünf eigenen Athleten neben dem SC Oberstdorf zudem ein deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal. Als einer der Jüngsten gilt Finn Sonnekalb mit seinen 18 Jahren als einer der großen Hoffnungsträger.

Verabschiedung der Olympiateilnehmer 2026
Patrick Beckert fiebert seinen fünften Olympischen Winterspielen entgegen. © Karina Hessland-Wissel

Genuss statt Druck

„Es ist für viele ein einmaliges Erlebnis“, meinte Patrick Beckert und sprach vor allem den Debütanten aus dem Herzen. Das Erlebnis will er vor allem genießen. Der 35-Jährige erlebte 2010 in Vancouver seine ersten Olympischen Winterspiele. In Mailand führt der dreimalige WM-Bronzegewinner mit seiner fünften Teilnahme das Erfurter Eisschnelllauf-Team an. Dass er mit den Langstrecklern Felix Maly und Fridtjof Petzold für die Mannschaftsverfolgung qualifiziert ist, stellt selbst für ihn eine Premiere dar.

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„Dass wir ein so großes Team sind, hilft uns“, sagte Hendrik Dombek. Für den Münchner geht wie für alle ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Die Hoffnung ist groß, mit dem Rückenwind in Mailand das beste Ergebnis zu erzielen.