Zumindest eine Halbzeit hat der Thüringer HC auch in der Handball-Bundesliga ein gutes Spiel gemacht. Mit 28:23 (11:11) bei TuS Metzingen gelang den Frauen von Trainer Herbert Müller am Samstagabend in Tübingen ein wichtiger Erfolg. „Damit sieht es für Playoff-Platz vier gut aus“, freute sich der THC-Coach.

Deutliche Ansprache beim Thüringer HC zur Halbzeit erfolgreich

In der ersten Halbzeit gab es eher die Verzweiflungsgesten Müllers zu sehen. „Ich hatte gesagt, keine Lupfer von Außen. Doch wir haben drei Bälle so verworfen. Die Abwehr war mit nur elf Gegentoren bärenstark. Aber wir spielten vorn nachlässig. Insgesamt ließen meine Mädels acht oder neun Großchancen aus. Dann fiel noch das Freiwurftor nach der Halbzeitsirene zum 11:11. Da gab es einiges deutlich anzusprechen“, so Müller.

Dabei half auch Jana Scheib, die aus Metzingen zum THC gewechselt war. „Sie wächst in ihre Rolle immer besser rein. Sie war sehr motiviert und marschierte, auch wenn nicht alles gelang, weil ihre Ex-Kolleginnen immer ein extra Auge auf sie hatten“, erklärte Müller, der bei zwei ausstehenden Hauptrundenspielen (Zwickau/A, Bensheim/H) als Vierter schon mit den Titel-Playoffs gegen Dortmund planen kann. Die aktuell minuspunktgleichen Oldenburgerinnen müssen unter anderem noch gegen die Topteams aus Dortmund und Blomberg antreten.

HANDBALL FRAUEN 1. BUNDESLIGA VIERTELFINALE SPIEL 1 THC - HSG BENSHEIM/AUERBACH
Josefine Hanfland (Thüringer HC) will nach einer Saison voller Verletzungssorgen im richtigen Moment wieder die Mannschaft verstärken. © FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Das volle Lob bekam in Metzingen Natsuki Aizawa. Die Japanerin führte den THC mit ihren tiefen Angriffen zum klaren 25:16-Vorsprung nach dem Wechsel. „Sie war der Puls, sie war unser Motor bei diesem Sieg“, freute sich Müller über den starken Auftritt der Spielmacherin.

Zweimal Sonntagabend: Viertelfinal-Termine gegen Nyköbing stehen fest

Vor den entscheidenden Wochen mit Final Four (14./15. März), European League (22./29. März) und Meisterschaft gibt es nun eine Woche Länderspielpause. Nur Johanna Reichert für Österreich und Csinge Kuczora für Ungarn sind im Einsatz. „Jojo hätte ich gern eine Pause gegeben. Sie schleppt sich mit ihrer Knieverletzung derzeit von Spiel zu Spiel. Aber sie möchte gern für ihr Land spielen. Das muss man verstehen“, meinte Müller. In dieser Woche wird dann auch Kapitänin Josefine Hanfland wieder zum Team stoßen. „Wir wollen sie nach der Verletzung wieder einbinden. Dazu ist die lange Trainingswoche ideal. Wir brauchen Fine dringend für die großen Spiele“, so Müller.

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Zuerst wartet das Final Four in Stuttgart in zwei Wochen (13. März/16.30 Uhr) mit dem Halbfinale gegen Bensheim/Auerbach. Das Punktspiel am Mittwoch zuvor in Zwickau würde der THC gern verlegen. „Drei Spiele in fünf Tagen kosten viel Substanz“, sagte Trainer Müller. Es folgt dann das Viertelfinale in der European League. Zuerst (22. März/18 Uhr) wird in Nyköbing in Dänemark gespielt. Eine Woche später (29. März/18 Uhr) folgt die Entscheidung in Bad Langensalza. „Und dann geht es hoffentlich zum dritten Mal um den Pokal nach Graz“, träumt Herbert Müller schon ein bisschen.