Schlag, Satz, Sieg – hinein ins Suhler Glück. Sanaá Dotson zweifelte kurz und jubelte umso mehr, nachdem sie mit stets vollem Risiko das Double der Suhler Volleyballerinnen perfekt gemacht hatte. Ihr Matchball taugt, um auf ewig einen festen Platz in der Suhler Volleyball-Geschichte zu erhalten. In der Familienchronik gleich doppelt.
Im Hause Dotson gehört ein goldener Ring zum Stolz. Vater Santana Dotson, zehn Jahre NFL-Profi bei den Tampa Bay Buccaneers, den Green Bay Packers und Washington Redskins erhielt ihn nach dem Gewinn des XXXI. Super Bowl mit Green Bay (1997). Tochter Sanaá schreibt mit ihren zwei Medaillen nun ihre goldene Fortsetzung. „Das ist lustig“, sprudelte es aus der stets auf Angriff gehenden US-Amerikanerin heraus. Vor dem Pokalfinale im Februar hatte sie ihrer Familie gesagt: „Das ist mein Super Bowl, mein großes Spiel. Kommt, um es zu sehen.“ Sie hätte kaum zu träumen gewagt, dass nach dem goldenden Kapital in Mannheim unter den Augen ihres damals angereisten Vaters die Krönung mit dem Meistertitel noch folgen sollte. „Unglaublich, verrückt“, fand sie am vergangenen Mittwoch und freute sich auf die Heimat.

Gold-Geschichte und der Beginn des Abschieds
Die Fragen, was danach folgt, beantwortete die 25-Jährige im Suhler Goldregen ebenso wie Monika Brancuska mit einem vielsagenden Lächeln. Nun ist klar, dass sich dahinter der Abschied anbahnte. Manche Träne floss, als Suhls Präsident Alexander Mantlik am Freitag bei der Meisterparty den rund 1000 Fans verkündete, was einige ahnten. Topclubs greifen zu. Nach dem historischen Double-Gewinn geht das Team die wachsenden Herausforderungen in der neuen Saison unter anderem ohne sein goldenes Angriffs-Trio an.
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Nach dem kometenhaften Einschlag als Topscorerin der Volleyball-Bundesliga wechselt Diagonalangreiferin Monika Brancuska nach Italien. „Wir werden sehen, was passiert“, hielt sich die Tschechin am vergangenen Mittwoch mit einem großen Glas Bier in der Hand noch bedeckt. „Suhl ist eine besondere Stadt. Der Verein bedeutet mir viel. Aber ich habe meine Träume, denen ich folgen möchte. Ich habe mir einmal gesagt, dass ich im Volleyball das Beste erreichen will, was ich kann“, erklärte die Nationalspielerin. Ihren Traum verband sie mit dem Weg in die für sie beste Liga, die italienische Superliga.

Wechsel von Brancuska: Italiens Superliga ruft
„Sie wird ein Superstar“, prophezeite Teammanager Jens Haferkorn. Gut möglich, dass Brancuskas Weg zu Busto Arsizio führt. Im Online-Forum „Inside VolleyCountry“ ist darüber schon spekuliert worden. Neben der herausragenden Tschechin kursierten im gleichen Zusammenhang auch die Namen Yukiko Wada (Kawasaki/Japan), Miko Akimoto (Dresdner SC) und Leana Grozer (SSC Palmberg Schwerin). Die japanische Diagonalspielerin und Deutschlands Top-Talent wurden als Zugänge bei Busto Arsizio inzwischen vermeldet.
Sie wird ein Superstar.
Jens Haferkorn, Teammanager VfB Suhl
Während es für Brancuska in die Nähe von Mailand gehen könnte, deutet sich bei Mackenzie Foley ein Wechsel innerhalb der Volleyball-Bundesliga an. Achtmal wählten gegnerische Trainer die US-Amerikanerin zur Spielerin des Spiels, noch vor Brancuska (7). Laut Medienberichten wird die Außenangreiferin zum Vizemeister Dresdner SC gehen. DSC-Trainer Alexander Waibl wollte sich am vergangenen Mittwoch nicht zu den Meldungen äußern. Per Handschlag hatte er sich von der angriffs- wie annahmestarken 24-Jährigen verabschiedet.

Sportlicher Verlust und wirtschaftliche Entschädigung
Wie die neue sportliche Heimat von Sanaá Dotson heißt, bleibt abzuwarten. Von Limassol auf Zypern war sie 2025 nach Suhl gekommen. Im Rahmen der Party im CCS Suhl wurde zudem Libera Xiang-Chen Lai und Mittelblockerin Alina Nasin mit unbekanntem Ziel verabschiedet.
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Der Weggang der „Golden Girls“ mit ihrer Angriffspower ist sportlich ein Verlust für den Double-Gewinner VfB Suhl. Die Offerte aus Italien für Brancuska dürfte die Thüringer wirtschaftlich etwas entschädigen, da die Tschechin für zwei Spielzeiten bis 2027 vertraglich gebunden war.
Großteil der Erfolgsmannschaft bleibt
In diesen Tagen geht es für die Spielerinnen nach Hause. Die Goldmedaillen bekommen einen besonderen Platz zu Hause in Houston, versicherte Sanaá Dotson strahlend. Klubchef Alexander Mantlik sucht in Suhl hingegen einen passenden Platz für die zwei großen Pokale.

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Der Kampf um eine nächste Trophäe beginnt. Als Pokalsieger richtet der VfB Suhl den Supercup aus. Der Ort ist offen, weil die heimische Festung „Wolfsgrube“ nicht die Anforderungen erfüllt. Schon am Montag begann sofort wieder die Arbeit um das Thema Sponsoring und Lizenzierung.
Die neue Mannschaft steht. Mit sieben Spielerinnen um Kapitänin Roosa Laakkonen bleibt ein Großteil. Die Aufgaben wachsen. „Wir haben gut verpflichtet“, schürte Teammanager Haferkorn Neugier.





