Der FC Carl Zeiss Jena hat ein Kondolenzbuch für den verstorbenen einstigen Spieler und Trainer Heiko Weber ausgelegt. Wir haben mit Fans gesprochen, die sich eingetragen haben.
„Das war ich meinem Freund Heiko schuldig. Deshalb war es mir ein Bedürfnis, als Erster ins Buch einzuschreiben“, sagt Torsten Scherer. Der Bäckermeister aus Zeulenroda gehört zu den größten Zeiss-Fans und stand in einer besonderen freundschaftlichen Beziehung zu Weber. Schon die Nachricht über dessen schwere Erkrankung hatte ihn sehr mitgenommen.
Ehemalige Kollegin: „Immer einen Scherz auf den Lippen“
„Ich habe 1987 beim FCC angefangen und 1988 kam Heiko. Ich behalte ihn als humorvollen Menschen in Erinnerung, der immer einen Scherz auf den Lippen hatte“, sagt eine einstige Mitarbeiterin des Fußballclubs, die extra ins Stadion kam, um sich ins Kondolenzbuch einzutragen.

Volker Nimke zählt zu den treuen Anhängern des FC Carl Zeiss Jena. „Heiko behalte ich in sehr guter Erinnerung. Nicht nur, weil ich sein Trikot vom letzten Spiel der DDR-Oberliga in Cottbus ergattert habe. Er war ein guter Fußballer, ein guter Mensch“, sagt Nimke. Das Tor in Cottbus wird ihm immer in Erinnerung bleiben. 1991 schoss Heiko Weber den FCC damit in die zweite Bundesliga. Es sollte der letzte Treffer in der Geschichte der DDR-Oberliga bleiben. „Von der Todesnachricht bin ich geschockt gewesen, weil er noch gar nicht so alt war. 61 Jahre! Es ist traurig, dass man so eine Krankheit nicht besiegen kann und es keine Mittel dagegen gibt.“
„Er war stets motiviert“: Chef-Greenkeeper würdigt Heiko Weber
Martin Oertel kennt Heiko Weber seit Jahren von der Arbeit im Ernst-Abbe-Sportfeld. „Er war stets motiviert, hatte immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Man konnte aber auch tiefgründige Gespräche mit ihm führen“, erinnert sich der Chef der Greenkeeper, Martin Oertel. „Selbst als er später bei Meuselwitz war, hat er uns noch regelmäßig Besuche abgestattet.“ Zuletzt habe er vor einigen Monaten mit ihm gesprochen. „Ich hoffte, dass er vielleicht noch ein paar Jahre hat. Aber dass es jetzt so schnell ging, hat mich schon hart getroffen.“
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Das Kondolenzbuch liegt am Freitag von 8 bis 18 Uhr in der Fußballarena im Ernst-Abbe-Sportfeld aus. Heiko Weber war am 26. Oktober an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Seine Witwe berichtet, warum der Tod trotzdem überraschend kam.






