Ohne Gegentreffer kam der FC Rot-Weiß Erfurt auch diesmal nicht aus. Aber die 6200 Zuschauer im Steigerwaldstadion durften nach einer turbulenten ersten Hälfte trotzdem zufrieden den Heimweg antreten. Denn mit dem 3:1 (3:0) gegen den Regionalliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg II halten die Thüringer als Tabellendritter nach dem fünften Saisonsieg mit den Spitzenteams von Halle und Lok Leipzig Schritt.
Kapitän Til Schwarz fehlt verletzt
Erneut musste Trainer Fabian Gerber seinen Kader umstellen. Weil Til Schwarz über Oberschenkelprobleme klagte, saß der Kapitän diesmal nur auf der Tribüne. Dagegen kehrte Phillip Aboagye nach seiner Sperre zurück in die Startelf. Zudem durfte Ayooluwa Adesida zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an ran.
Magdeburgs Reserve mit Chance nach 97 Sekunden
Magdeburgs Reserve, die in den letzten beiden Spielen dem Chemnitzer FC und dem BFC Dynamo acht Tore einschenkte, brachte Erfurt schon nach 97 Sekunden arg in Bedrängnis. Erst wurde der Schuss von Abu-Bekir El-Zein zur Ecke abgefälscht, beim Standard rettet Schlussmann Lorenz Otto in höchster Not.
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Doch wie schon zuletzt gegen Altglienicke, legte Rot-Weiß den Schalter um und schlug blitzschnell eiskalt zu. Benjika Caciel wurde mit einem langen Pass bedient. Sein Ball kam zwar erst im zweiten Versuch vor dem gegnerischen Tor an. Aber diese Chance ließ sich Marco Wolf nicht nehmen und traf zur Führung (7.).
Innenverteidiger Moritz geht mit blutender Nase zu Boden
Zehn Minuten später ereilte die Gastgeber jedoch ein Schreckmoment, als Ben-Luca Moritz nach einem Zweikampf im Mittelfeld zu Boden ging. Der Innenverteidiger, der in seiner Karriere schon einmal einen Nasenbeinbruch erlitten hatte, musste lange behandelt werden. Wolf signalisierte schon eine Auswechslung seines Teamkollegen. Doch nachdem die blutende Nase versorgt war, kehrte Moritz unter dem Beifall der Zuschauer aufs Feld zurück.

Von diesen Nebengeräuschen ließ sich Erfurt nicht beirren. Überfallartig leitete Caciel das nächste Tor ein. Sein Pass landete bei Obed Ugondu, der seinen Gegenspieler abschüttelte und das 2:0 erzielte (28.). Stark: Für den Erfurter Stürmer war es schon der fünfte Regionalligatreffer dieser Serie. Dann legte Aboagye nach einem Wolf-Eckball furios sogar zum 3:0 nach (43.).
Erfurt kassiert Gegentor kurz nach der Pause
Mit großem Applaus verabschiedeten die Fans ihre Mannschaft in die Kabine. Und alle im Stadion stellten sich die Frage, ob der FC Rot-Weiß erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer bleiben würde. Magdeburgs Zweite gab allerdings schon in der 51. Minute zum großen Ärger der Erfurter mit dem Tor durch Frank Millgramm die Antwort, nachdem zuvor Kapitän Robert Leipertz nur die Latte getroffen hatte.
Aktuelle Nachrichten zum FC Rot-Weiß Erfurt:
Später hatten die Gäste zwar mehr Ballbesitz, während Erfurt auf Konter lauerte. Aber ein Tor gelang keiner Mannschaft mehr. Angesichts des nächsten Saisonsieges war das den Zuschauern freilich egal.







