Nur fünf Tage nach dem 1:0-Sieg über den BFC Dynamo im letzten Spiel des Jahres hat der FC Rot-Weiß Erfurt die erste personelle Entscheidung getroffen. Offensivspieler Artur Golubytskyi wird den Tabellendritten der Fußball-Regionalliga Nordost verlassen und wechselt auf Leihbasis zur SSVg Velbert in die Regionalliga West. Dort rangieren die Velberter nach nur einem Sieg aus 17 Hinrunden-Partien am Tabellenende und wollen sich für die zweite Saisonhälfte neu aufstellen. Golubytskyi soll mithelfen, den Klassenerhalt noch zu schaffen.

FUSSBALL REGIONALLIGA NORDOST  4. SPIELTAG FC ROT WEISS ERFURT - 1. FC MAGDEBURG II
Artur Golubytskyi (rechts) beim Jubeln mit Mitspieler Louis Schulze.© FUNKE Foto Services | Sascha Fromm

Zum FC Rot-Weiß war der 21-Jährige im vergangenen Sommer von der SpVg Schonnenbeck aus der Oberliga Niederrhein gekommen. Er absolvierte zehn Partien in der Regionalliga, kam jedoch zumeist nur wenige Minuten zum Einsatz. Gegen den BFC Dynamo am vergangenen Samstag stand er zum ersten Mal in der Anfangself und wurde nach 73 Minuten unter Applaus ausgewechselt. Im Thüringenpokal spielte der Mittelfeldakteur viermal und steuerte zu den jeweiligen Siegen zwei Treffer sowie fünf Vorlagen bei.

Rückkehr zum FC Rot-Weiß Erfurt nach der Saison

In der Hoffnung, mehr Spielpraxis zu sammeln und sich weiterzuentwickeln, zieht es Golubytskyi für ein halbes Jahr nach Velbert. Nach Saisonende soll er nach Erfurt zurückkehren, wo er einen Vertrag bis Juni 2027 besitzt. In einer offiziellen Mitteilung wünscht der FC Rot-Weiß seinem Spieler „viel Erfolg für die bevorstehende Zeit“ und freut sich darauf, „ihn im Sommer 2026 wieder in Erfurt begrüßen zu dürfen.“

Der Weggang des Stürmertalents dürfte nicht die letzte Veränderung in der Erfurter Mannschaft sein. Trainer Fabian Gerber hatte nach dem BFC-Spiel angekündigt: „Der Kader wird sich ein bisschen verändern. Das ist, glaube ich, auch normal, dass man die Winterpause nutzt, um ein bisschen nachzujustieren. Da geht es nicht nur um Zugänge. Wir werden auch den einen oder anderen Spieler noch abgeben.“ Golubytskyi hat nun den Anfang gemacht. Andere, die auf wenig Spielzeit kamen, könnten folgen.