Ex Rot-Weiß-Stürmer René Müller übernimmt vorerst Paderborn

Paderborn  René Müller ist nach der Entlassung von Markus Gellhaus als Interimstrainer beim Zweitligisten SC Paderborn vorgestellt worden. 1860 München holt Benno Möhlmann als neuen Coach.

Übernimmt zum zweiten Mal den SC Paderborn als Interimstrainer: René Müller. Foto: Kevin Kurek, dpa

Übernimmt zum zweiten Mal den SC Paderborn als Interimstrainer: René Müller. Foto: Kevin Kurek, dpa

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Der SC Paderborn muss sich schon wieder auf Trainersuche begeben. Am Dienstag reagierte der Absteiger aus der Fußball-Bundesliga auf seine sportliche Talfahrt und stellte den bisherigen Coach Markus Gellhaus von seinem Amt frei. Vorerst soll der frühere Profi und Rot-Weiß-Angreifer René Müller den Zweitligisten als Interimstrainer betreuen. „Er hat unser vollstes Vertrauen. Parallel gehen wir nun ohne Hektik auf die Suche nach einem Cheftrainer, der die Mannschaft übernehmen kann“, wurde Club-Präsident Wilfried Finke in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Für den 41 Jahre alten Müller, den Leiter des SCP-Nachwuchsleistungszentrums, begann am Dienstag bereits die zweite Amtszeit als Interimstrainer in Paderborn. Schon am 5. Mai 2013 übernahm er die Profimannschaft nach der Trennung vom damaligen Chefcoach Stephan Schmidt und hielt das Team in der 2. Bundesliga.

17 Tore in 30 Spielen für den FC Rot-Weiß

Als Spieler blieb der Angreifer den Rot-Weiß-Anhängern trotz eines nur einjährigen Engagements in guter Erinnerung. In der Saison 2003/04 erzielte der Angreifer in 30 Spielen 17 Tore und hatte so großen Anteil daran, dass die Thüringer in die 2. Bundesliga aufstiegen. Gerne wäre Müller in Erfurt geblieben, doch hatte er in der Winterpause bereits einen Vorvertrag mit Paderborn unterziechnet – zu einem Zeitpunkt, als ein Aufstieg der Erfurter noch gar nicht absehbar war. Dennoch hing sich Müller in den folgenden Partien rein, erzielte wichtige Tore wie das 1:1 in Schweinfurt und ging am Ende mit einem lachenden und weinenden Auge aus Erfurt weg. Mit Paderborn stieg er dann ein Jahr später auf.

Müller muss nun vorerst den Klub wieder auf Vordermann bringen. Die Ostwestfalen, die nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Unterhaus wieder ganz oben mitspielen wollten, gewannen erst zwei Partien und rangieren nach dem zehnten Spieltag mit sieben Punkten auf dem 15. Tabellenplatz. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die Entwicklung der Mannschaft und die jüngsten Ergebnisse haben uns keine andere Wahl gelassen“, erklärte Finke.

Nicht nur Paderborn, sondern auch der TSV 1860 München hat sich von seinem Träner getrennt. Wie der kriselnde Zweitligist am Dienstag bestätigte, wurde für Torsten Fröhling Benno Möhlmann bis Saisonende als Chefcoach verpflichtet. „In den letzten Wochen war keine erkennbare Entwicklung vorhanden und der Anschluss an das Mittelfeld ist in Gefahr“, sagte Geschäftsführer Markus Rejek. „Nach zehn Spieltagen sahen wir uns deshalb in der Verantwortung, zu handeln.“ Der 61 Jahre alte Möhlmann wird heute offiziell vorgestellt.

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