Die Enttäuschung war auch einen Tag später noch groß im Lager der Basketball-Löwen Erfurt. Gegen die Skyliners Juniors aus Frankfurt wollte man die letzte Chance auf die Playoffs in der ProB Süd wahren. Doch am Ende stand eine 76:85-Niederlage zu Buche und die Saison wird nach den letzten drei Partien vorzeitig beendet sein.

„Ausschlaggebend war sicherlich, dass wir physisch und von der Aggressivität her die Frankfurter an diesem Tag nicht matchen konnten. Die Gäste haben ihre Vorteile gut ausgespielt und letztlich auch verdient gewonnen“, sagte Löwen-Trainer Florian Gut. Der geriet zu Beginn des Spiels kurz mit Kapitän Paul Albrecht aneinander. Für den Coach jedoch kein Problem: „Das waren positive Emotionen, wie sie mir bei Spielern gefallen. Wir hätten eigentlich noch mehr davon gebraucht.“

Desmond Watson von der Defense kaum zu stoppen

Dabei lief der Start der Hausherren eigentlich gut. 5:0 führte man zu Beginn, ehe die Frankfurter so langsam ins Spiel hineinfanden. „Basketball-Spiele werden leider nicht am Anfang entschieden. Wir hatten immer mehr Schwierigkeiten, uns gegen die aggressive Verteidigung durchzusetzen“, erklärte Gut. Vorentscheidend war der zweite Abschnitt des Spiels, den die Gäste nutzten, um erstmals den Vorsprung in den zweistelligen Bereich zu schrauben. Vor allem mit Desmond Watson hatte die Löwen-Defensive so ihre Probleme. Der Mann, der im Winter nach Frankfurt kam, überzeugte mit 28 Punkten.

Musa Abra (links) war mit 25 Punkten bester Erfurter Werfer gegen Frankfurt.
Musa Abra (links) war mit 25 Punkten bester Erfurter Werfer gegen Frankfurt.© Sebastian Dühring

Auf Seiten der Gastgeber kam Musa Abra auf 25 Zähler und verdiente sich deshalb vom Trainer auch ein Lob. „Insgesamt ist Frankfurt aber geschlossener aufgetreten und war von mehreren Positionen gefährlich“, sagte der Löwen-Trainer. Beim Blick auf die nackten Zahlen schien die Partie sogar recht ausgeglichen. Nur von der Dreierlinie waren die Gäste deutlich erfolgreicher, wenn auch mit mehr Versuchen. „Letztlich haben sie uns aber heute in den Zweikämpfen größtenteils beherrscht. Solch eine Statistik gibt es auf unserem Niveau nicht, aber es war der Knackpunkt, warum wir heute verloren haben“, erklärt Gut.

Junge Spielern sollen mehr Einsatzzeiten bekommen

Die Playoffs sind außer Reichweite. Vermutlich wird auch Schlusslicht Würzburg II keine Aufholjagd mehr schaffen. Was fangen die Erfurter Löwen mit dem Rest der Saison nun an? „Das ist eine berechtigte Frage. Auf jeden Fall lassen wir die Saison jetzt nicht austrudeln. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die sich weiterentwickeln soll. Dafür werden wir die drei Partien nutzen. Die jungen Spieler werden noch mehr Einsatzzeiten bekommen, um sich an das Niveau zu gewöhnen. Es wäre wichtig, das ein oder andere Erfolgserlebnis zu feiern, damit wir mit mehr Selbstvertrauen in den Sommer gehen und nächste Saison wieder angreifen können“, sagte Florian Gut.

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Kommenden Sonntag, 15. März, treten die Löwen auswärts um 16 Uhr bei den Oberhaching Tropics an. „Körperlich ein ähnlich starkes Team wie Frankfurt. Da wird sich zeigen, ob wir diesmal besser gegenhalten können. Für den Gegner geht es noch um die Playoffs“, erklärte Florian Gut abschließend. Die Erfurter werden also erneut nichts geschenkt bekommen.