Es geht recht rabiat zu diese Woche beim Training der RSB Thuringia Bulls. Nicht, weil sich die Elxlebener Rollstuhlbasketballer nicht mehr grün sind, sondern um den Finalgegner möglichst realitätsnah zu imitieren. „Der RSV Lahn-Dill hat im ersten Spiel schon sehr robust agiert, um uns nicht in unsere Abschlusspositionen kommen zu lassen. Das ist oft auch gelungen“, zollt Bulls-Coach André Bienek dem großen nationalen Rivalen Respekt.
Jedoch nicht oft genug: Mit 68:55 hatten die Thüringer den harten Kampf in Wetzlar für sich entschieden. Somit fehlt ihnen in der Best-of-3-Serie nur noch ein Sieg zur Titelverteidigung und ihrem insgesamt achten Deutschen Meistertitel. Diesen Schritt wollen sie im zweiten Spiel am Freitagabend (19.30 Uhr/Fit-In Elxleben) gehen. Sollte ihnen das nicht gelingen, gibt es ein Entscheidungsspiel am Sonntag (15 Uhr), ebenfalls in Elxleben.
Coach erwartet heiße Halle und noch heißeren Kampf
Für den Freitag erwartet Bienek neben einer aufgrund der sommerlichen Hitze „sehr warmen Halle“ auch einen Gegner aus Hessen, „der noch härter agieren wird als im ersten Spiel“. Denn da hatte Lahn-Dill seinen eigentlich körperlich Stärksten, Nationalmannschafts-Center Matthias Güntner, nur knapp 14 Minuten spielen lassen. Dabei traf der bullige 4,5-Punkte-Spieler, der wegen seines geringen Behinderungsgrades nur in ganz bestimmten Teamkonstellationen eingesetzt werden kann, alle seine vier Würfe. Von ihm erwartet Bienek am Freitag eine deutlich größere Rolle.
Aber unabhängig davon, wie sich der Gegner aufstellt, ist er sich sicher: „Meine Mannschaft wird bereit sein.“
Funke Medien Thüringen überträgt das zweite und mögliche dritte Finalspiel exklusiv im Livestream.



