Die RSB Thuringia Bulls geben sich mit dem jüngsten Doublesieg nicht zufrieden. Nach dem Motto „Wer rastet, der rostet“ legten die Elxlebener Rollstuhlbasketballer personell nach und verpflichteten Alexander Budde von Hannover United. Der 26-jährige Nationalspieler ist laut Sportdirektor Michael Engel „ein Weltklassespieler mit enormer Physis und Power. Das hilft uns vor allem defensiv, wo wir uns in dem Bereich noch verbessern können.“

Nachdem die Bulls wie im Vorjahr den Meistertitel und den deutschen Pokal gewonnen hatten, wollen sie mit Budde auch im europäischen Champions Cup, den sie letztmals 2019 gewannen und in dem sie in der vergangenen Saison das Finale verloren, den ganz großen Wurf schaffen. Dabei, dass Budde nach Elxleben wechselt, half auch der Zufall: Eigentlich hatte Hubert Hager seinen Abschied verkündet. Daraufhin bemühte sich Thüringens Mannschaft des Jahres 2025 um einen Ersatz und wurde sich mit Budde einig. Nun bleibt Hager aber doch, auch weil er laut Engel mit seinem Master in Sonderpädagogik für die School Tour und das geplante Nachwuchsleistungszentrum der Bulls einen großen Wert habe.

Albrecht reaktiviert, Klein muss für ihn weichen

Für Budde muss stattdessen Arie Twigt Elxleben verlassen. Der Niederländer hatte sich mit seiner Wurfstärke „zu einem zentralen Rollenspieler entwickelt, den wir sehr schweren Herzens abgeben“, sagt Engel. Twigt wechselt zu Porto Torres nach Italien, das seinerseits gerade ein international starkes Team aufbaut.

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Und es gibt noch einen weiteren personellen Wechsel im Kader des achtmaligen nationalen Champions. Weil Co-Trainer Jens Albrecht nach einjähriger Pause seine Spielerkarriere fortsetzen will, haben sich die Bulls vom Australier Tomas Klein getrennt, der sich Buddes Ex-Klub Hannover anschließt. Michael Engel erklärt: „Zehn Leute sind das Maximum. Für Jens mussten wir einen Platz freimachen. Tomas hat eine gute Perspektive, braucht aber Spielzeit, die er bei uns zu wenig hatte und bekommen hätte.“