Im Vergleich zur Vorwoche wurde auf die große Feier seitens der Gothaer Zweitliga-Volleyballer diesmal verzichtet. „Alle sind für nächste Woche schon so fixiert, dass wir erstmal piano machen“, blickt Robert Werner bereits voraus.

Dabei hätten sich die Blue Volleys eine Feier eigentlich verdient. Mit 25:22, 23:25, 25:19 und 25:15 setzte sich das Team im Playoff-Halbfinalhinspiel in Dresden durch und erspielte sich eine hervorragende Ausgangslage für das Rückspiel, welches am nächsten Samstag in Gotha ausgetragen wird (19 Uhr).

Zwei gewonnene Sätze reichen zum Weiterkommen

Hier reicht den Gothaern dank des „glatten“ Sieges bereits der Gewinn von zwei Sätzen. „Die hatten wir uns auch in Dresden als Minimum erhofft. Dann hast du es daheim selbst in der Hand, denn der Golden Set ist immer so eine Art Würfeln“, meinte Werner, der mit Stolz auf seine Auswahl blickte.

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Die Blue Volleys zeigten eine erwachsene Leistung und waren ab dem dritten Durchgang das bestimmende Team. Kein Vergleich zum Ligaspiel in Dresden, als man 0:3 unterlag. In den ersten beiden Sätzen profitierten beide jeweils von frühen Führungen. Doch in der Folge wurde Gothas Feldabwehr immer stärker und erlaubte den Dresdnern kaum noch einfache Punkte. Dass Routinier Dominic Ducháč die Partie mit einem Ass beendete, passte ins Bild der rundum gelungenen Vorstellung.

Zwei Vorteile sprechen für Gotha

Mitunter wirkte es, als seien die Sachsen ratlos, wie man die Gäste knacken könnte. Aus deren starker Leistung stach Mittelblocker Lauritz Jastrow noch heraus, der dementsprechend auch zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. „Nach der Pause beim 1:1 sind wir mit viel Energie zurückgekommen und haben das richtig gut gemacht“, befand Werner, der zudem das Aufschlagspiel lobte.

Jeder ist sich bewusst, dass die Tagesform wieder passen muss

Trainer Robert Werner

Und so gehen die Blue Volleys nun als Favorit in das Rückspiel, das aller Voraussicht nach wieder vor ausverkauftem Haus stattfindet. „Wir haben den Heimvorteil und das erste Ergebnis in der Hand, das ist ein dickes Pfund. Dennoch ist sich jeder bei uns bewusst, dass auch die Tagesform stimmen muss“, so Werner.

Im zweiten Halbfinalspiel gewann der Erste der Nordstaffel, der FC Schüttorf 09, knapp mit 3:2 beim TV Rottenburg und hat sich so einen kleinen Vorteil gesichert. Gewinnen die Süd-Niedersachsen auch den zweiten Vergleich, würden sich beide Staffel-Meister gegenüberstehen. Gotha würde mit einem Heimspiel starten. Doch soweit ist es noch nicht. Zunächst soll die Hürde Dresden erneut übersprungen werden.