Die Generalprobe für das große Pokalhalbfinale ist misslungen: Die Thüringenliga-Fußballer des SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen verloren beim FC An der Fahner Höhe mit 1:2. Es war die vierte Niederlage in Folge – die Stimmung am Fuße des Kyffhäusers ist nicht völlig am Boden, könnte aber freilich besser sein.
„Endlich steht dieses Pokalspiel an. Ich habe das Gefühl, dass es vielen im Kopf herumspukt und uns im Ligaalltag blockiert“, sagte Blau-Weiß-Trainer Alexander Ludwig nach der Niederlage in Dachwig. „Wir freuen uns auf dieses Highlight und wollen ins Finale. Dieses Spiel ist für viele ein Highlight und dem wollen wir gerecht werden. Aber es wird Zeit, dass wir uns danach auf die Punktspiele konzentrieren können.“
Partie hatte kein gutes Niveau
Die Partie in Dachwig war spielerisch schwach – auf beiden Seiten. Viele Fehlpässe, kaum geordneter Aufbau, keine sehenswerten Kombinationen. Beide Mannschaften wirkten verkrampft und unter dem Druck, unbedingt punkten zu müssen.
Kurz vor der Pause der erste große Aufreger: Nach einem Zweikampf ging der Ball ins Aus. Der Linienrichter zeigte Einwurf für Bad Frankenhausen, Schiedsrichter Enrico Bohlig aus Meiningen entschied jedoch für die Gastgeber. Aus dieser Szene fiel das 1:0 durch Jan-Lucas Bärwolf. Sämtliche Proteste der Gäste blieben folgenlos.

Nach dem Wechsel wurde Blau-Weiß aktiver und hatte durch Seal Gödicke die Riesenchance zum Ausgleich. Sein gefühlvoller Schuss, entgegengesetzt zur Laufrichtung von Torhüter Müller, prallte jedoch nur an den Pfosten.
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Rund eine Stunde war gespielt, als der Ausgleich fiel: Lennart Liese brachte einen Freistoß in den Strafraum, Erik Schneider stieg am höchsten. Kopfball, drin. Alles auf Null.
Das Spiel blieb ein zerfahrenes mit etlichen Fouls und Diskussionen. Schiedsrichter Bohlig hatte viel zu tun und agierte zum Unmut beider Fanlager nicht immer glücklich.

Rund 20 Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung erneut nach einem Standard. Einen Freistoß aus dem Halbfeld verlängerte Bärwolf, Jonas Wiesner jagte den Ball aus sieben Metern unter die Latte. Schlussmann Martin Wagner war chancenlos.
Fahner nun direkter Tabellennachbar
Allen Bemühungen zum Trotz blieb es beim 2:1. Fahner rückte damit in der Tabelle direkt an die Männer aus dem Kyffhäuserkreis heran.
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Nun richtet sich der Blick voll auf das Pokalhalbfinale gegen Regionalligist ZFC Meuselwitz. „Das wird eine stressige, aber positiv stressige Woche. Wir wollen ein Fußballfest feiern“, kündigte Präsident Achim Ritter nach dem Spiel an.





