Igor Toskoski hat in seiner langen Handball-Laufbahn schon so einiges erlebt – doch dieser Spieltag dürfte selbst für den 47-Jährigen einen besonderen Platz einnehmen. Erst avancierte der Routinier des HSV Apolda beim 32:25-Heimsieg gegen die HSG Saalfeld/Könitz zum entscheidenden Rückhalt, dann durfte er wenig später als Trainer über den Landesmeistertitel jubeln.

Klasse kennt kein Verfallsdatum

Der Mazedonier bewies im Landesliga-Heimspiel der HSV-Reserve eindrucksvoll, dass Klasse kein Verfallsdatum kennt. „Ich stand die kompletten 60 Minuten im Kasten und habe vier Siebenmeter gehalten“, sagte er stolz und fügte hinzu: „Es macht mir immer noch Spaß.“ Mindestens genauso viel Spaß hatte Toskoski kurz danach in seiner Rolle als Trainer der ersten Mannschaft. Sein Team ließ gegen Ronneburg nichts anbrennen und machte den Wiederaufstieg in die Regionalliga klar.

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Mühlhausens Zweite muss in die Regionsoberliga

Während Apolda II damit den Klassenerhalt sicher hat – nur noch einer der beiden Abstiegskonkurrenten (Hörselgau, Nordhausen) kann vorbeiziehen –, sind in der Handball-Landesliga auch an anderer Stelle bereits Entscheidungen gefallen. Der Sonneberger HV holte sich mit einem souveränen 38:26-Heimsieg gegen Fortuna Großschwabhausen den Staffelsieg. Nachdem die Südthüringer im Vorjahr noch auf den Aufstieg verzichtet hatten, nehmen sie nun die Herausforderung Oberliga Thüringen an. Mit dem Moldawier Andrian Morari wurde bereits der erste Neuzugang für die Saison 2026/27 vorgestellt.

Als erster Absteiger steht Schlusslicht VfB TM Mühlhausen II fest. Personelle Probleme zogen sich durch die gesamte Saison, zweimal konnte die Mannschaft gar nicht antreten – ein Handicap, das sich letztlich nicht kompensieren ließ.

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Behringens Jonas Hennig war bestens aufgelegt und traf 13-mal. © Mike El Antaki

Offen bleiben damit zwei zentrale Fragen: Gesucht wird zum einen der zweite Absteiger, der entweder Nordhausen oder Hörselgau/Waltershausen heißen wird. Zum anderen liefern sich der SV Town & Country Behringen/Sonneborn und Großschwabhausen ein Fernduell um Rang zwei, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Während Behringen diese Chance definitiv ergreifen würde, hat Großschwabhausen nicht für die Oberliga gemeldet. Sollte Großschwabhausen Zweiter werden, steigt nur Sonneberg auf. Das Recht, die Relegation zu spielen, wird bei Verzicht laut Durchführungsbestimmungen nicht automatisch an den Dritten weitergegeben.

Wie groß der Ehrgeiz in Behringen ist, zeigte das Team in eigener Halle beim spektakulären 50:35 gegen Nordhausen. Dabei lag der Gastgeber nach 17 Minuten noch knapp mit 9:10 hinten, ehe die Mannschaft von Trainer Bernd Hübner den Turbo zündete und den Gegner förmlich überrannte. Jonas Hennig (13 Tore) und Björn Harder (11) ragten dabei heraus. Das Spiel war die gelungene Wiedergutmachung für die beim 25:40-Desaster in Großschwabhausen gezeigte „unterirdische Leistung“ (Hübner).

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Die Ausgangslage vor dem Saisonfinale am 9. Mai ist klar: Behringen benötigt einen Sieg bei der SG Schnellmannshausen und gleichzeitig Schützenhilfe von Hörselgau im Duell mit Großschwabhausen. Die Bühne für ein dramatisches Finale ist bereitet.