„Wir sind weiter dabei. Wir haben uns im Turnier gesteigert, Drucksituationen gemeistert und nehmen viel mit“, bilanzierte Nachwuchskoordinator Mark Dragunski. Die von ihm trainierte B-Jugend des ThSV Eisenach darf nach der übersprungenen ersten Hürde weiter von der Bundesliga träumen.
Ein Sieg reicht den Eisenachern zum Weiterkommen
Ein Sieg über die NSG Aue-Chemnitz (26:23), ein Remis gegen den Dessau-Roßlauer HV (27:27) und eine Niederlage gegen den HBV Jena (20:26) ermöglichten beim in Eisenach ausgetragenen Turnier den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde. Im erst kürzlich vom HBV Jena gekommenen Theo Deckert hatte der ThSV Eisenach seinen erfolgreichen Werfer. Der Rückraumspieler zirkelte 22 Bälle ins Netz und war damit zweitbester Werfer des Turniers insgesamt.
Mit 6:0 Punkten qualifizierte sich der HBV Jena direkt für die B-Jugendbundesliga. Der Dessau-Roßlauer HV und der ThSV Eisenach (jeweils 3:3 Punkte) lösten Tickets für eine bundesweite Qualifikationsrunde.

Gegen Jena an eigener Erwartung gescheitert
Im Thüringenderby zu Turnierbeginn lieferte der ThSV Eisenach sein schwächstes Turnierspiel ab. „Ohne die Leistung des HBV Jena zu schmälern“, wollte Mark Dragunski vermerkt wissen. „Wir sind an der eigenen Erwartungshaltung gescheitert“, konstatierte der ThSV-Coach. Viel Nervosität beim ThSV Eisenach, spielerische Sicherheit im Angriff und Kompaktheit im Zusammenspiel mit dem Torwart in der Abwehr hingegen beim HBV Jena, der mit einer 9:4-Führung (12.) die Weichen stellte.
Aufholjagd fast sogar mit Sieg gekrönt
Gegen den mit vier Torhütern, aber nur acht Feldspielern angereisten Dessau-Roßlauer HV kamen die ThSV-Talente schwer in Tritt. Die Dessauer um ihren torgefährlichen Matteo Prokop führten zur Pause mit 19:15. Mit offensiver Abwehr fand Eisenach zurück in die Spur. Bennet Meier (per Gegenstoß) und Theo Deckert (im Fallen) verkürzten bis auf einen Treffer (22:21/28.). Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Nach dem 27:25 (35.) setzten die ThSV-Talente zum Schlussspurt an. Tristan Heimbuch und Bennet Meier glichen zum 27:27 aus. Da waren noch über zwei Minuten zu spielen. Mika Raaz parierte, in Überzahl bot sich Bennet Meier die Chance zum Siegtreffer, doch sein Ball von Linksaußen landete am Holz.
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„Souverän in Angriff und Abwehr“, so charakterisierte Mark Dragunski die erste Halbzeit gegen die NSG Aue-Chemnitz. Im Angriff setzte der ThSV Eisenach auf Tempo und Präzision beim Torwurf. Beim 4:4 (9.) leuchtete letztmalig ein Gleichstand auf der Anzeigetafel. Neun Minuten später hieß es 13:6 für den ThSV Eisenach. Die Altersgefährten aus Aue und Chemnitz, betreut vom 29-jährigen Nicolas Gruber, vor zwölf Jahren im Nachwuchsprojekt des ThSV Eisenach und im vereinseigenen Internat wohnte, wurden regelrecht überrollt. Selbstbewusst hob Theo Deckert einen Siebenmeter über den Schlussmann zum 17:10 ins Tor (25.).
Aktuelle Nachrichten zum ThSV Eisenach:
Keiner rechnete damit, dass der Eisenacher Sieg noch in Gefahr geraten könnte. Doch plötzlich war die Souveränität weg. Bälle landeten am Holz. Technische Fehler des ThSV brachten die jungen Handballer aus Aue und Chemnitz bis auf 20:21 (37.) heran. Finn Mämpel übernahm Verantwortung, schloss mit ganz viel Herz und voller Überzeugung zum 23:21 (38.), 24:22 (39.) und 25:23 (40.) nach den jeweiligen Anschlusstreffern des Kontrahenten ab. Auch eine Zeitstrafe gegen Bennet Meier änderte nichts an der Punktevergabe. Glücklich fielen sich die Eisenacher bei der Schlusssirene in die Arme.






