Nicht wie geplant waren die Ergebnisse des Wormstedter Motocross-Piloten Tom Koch beim MXGP of Sardegna auf der Strecke „Le Duna“ von Riola Sardo. Wie der Name schon sagt, ist die sandige Strecke sehr anspruchsvoll und fordert auf jeden Meter volle Konzentration. Und genau diese Konzentration fehlte Koch vom MRT Racing Team Beta schon ab der ersten Trainingsrunde.

Er schaffte es nicht, eine schnelle, fehlerfreie Runde zu fahren und musste mit Platz 44 vorliebnehmen. Im Qualifikationsrennen am Samstagnachmittag kam er schlecht aus dem Startgatter. Er fand einfach nicht in einen guten Flow, was am Ende nur zu Platz 21 reichte. Am Sonntag war von einem milden Mittelmeerklima nichts zu spüren, ein kühler Wind blies über die Anlage. Im ersten Rennen blieb Tom Koch am Start hängen, fuhr als Letzter los und musste bereits nach drei Runden mit technischem Defekt aussteigen. Auch der zweite Start war alles andere als gut. Er fuhr die ersten Runden auf Platz 19. So sehr er sich auch mühte, ging es einfach nicht richtig vorwärts. Am Ende gab es für Rang 21 noch einen WM-Punkt.

Tom Koch will in den nächsten Wochen wieder Selbstbewusstsein tanken

Am Abend fand Tom Koch klare Worte: „Ich setze mich selbst zu stark unter Druck und erwarte zu viel. Dadurch verkrampfe ich mich zu sehr, kann nicht locker ins Rennen gehen und nicht zeigen, was ich eigentlich kann. Es ist aktuell eine schwere Zeit. Die Strecke war am Samstag noch sehr schnell und am Sonntag sehr ausgefahren und anspruchsvoll. In der WM fahren alle sehr schnell. Der kleinste Fehler kostet gute Platzierungen. Ich muss mein Selbstvertrauen wieder finden, dann werden sicher wieder die besseren Ergebnisse kommen. Hoffentlich schon am kommenden Wochenende beim MXGP of Trentino in Pietramurata“.

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Zum Auftakt der Deutschen Motocross-Meisterschaft in der Klasse DM Open trafen sich die Akteure zum 50. Motocross auf der Traditionsstrecke in Schnaitheim bei Heidenheim. Der Kurs war schon immer bekannt für den mit vielen Steinen durchzogenen Hartboden, der bedingt durch den fehlenden Regen an manchen Stellen extrem rutschig wurde. Bei Sonnenschein, aber Temperaturen um zehn Grad fuhr Tim Koch, der weiterhin für das Team VisuAlz Production auf einer Husqvarna an den Start geht, im Zeittraining die zweitschnellste Rundenzeit der über 30 Starter.

Tim Koch fährt im zweiten Rennen auf den dritten Platz

Dabei musste Tim Koch während der Saisonvorbereitung bedingt durch einen Muskelfaserriss eine Zwangspause einlegen, die ihn etwas in Trainingsrückstand brachte. Der Start in das erste Rennen ging für den Wormstedter daneben, er wurde in einer scharfen Kurve eingeklemmt, sodass er die erste Runde erst als 21. beenden konnte. In der zweiten Runde musste er an einer dieser rutschigen Stellen zu Boden, als bei einem Überholversuch das Vorderrad wegging und er noch weiter zurück fiel. Es dauerte kurze Zeit, bis er seinen Rhythmus gefunden hatte und kontinuierlich nach vorne fuhr. Mit seiner ganzen Routine zeigte er ein fehlerfreies Rennen und konnte sich nach siebzehn Runden als Achter abwinken lassen.

Motocross Wormstedt
Tim Koch kam beim ersten DM-Auftritt in Schnaitheim auf den Tagesplatz fünf.© Kai Brake

Auch im zweiten Durchgang verlief der Start nicht optimal, aber besser als zuvor. Vom sechsten Platz kommend, fuhr noch auf den dritten Platz. Dadurch kam er in der Tageswertung auf den fünften Rang. „Am Ende bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es war ein gutes Praxis-Training. Die Strecke hat sehr viele Passagen, an denen mit Vollgas gefahren werden kann. Das macht ein Überholen nicht einfacher. Und dann gibt es wieder diese Ecken, die sehr glatt und rutschig sind. In diesem Jahr plane ich nicht für die komplette DM Open Saison. Eher ein paar ausgewählte Rennen und dann die Teilnahme an den ADAC MX Masters, die Ende des Monats in Fürstlich Drehna beginnen. Dann möchte ich noch gerne, wenn es finanziell passt, bei der WM in Teutschenthal und im tschechischen Loket an den Start gehen“, so Tim Koch.