Der Wormstedter Tom Koch hatte in er bisherigen Motocross-Saison bei den WM-Rennen so seine Schwierigkeiten. In seinem ersten Jahr für das Werksteam Beta kämpft er mit dem psychischen Druck. In Pietramurata konnte er den Knoten erstmals ein wenig lösen und überzeugte vor allem im zweiten Rennen.
Auf der Hartbodenstrecke, zwischen Gardasee und Dolomiten gelegen, fuhr der Thüringer im Feld der knapp 50 Teilnehmer beim Zeittraining Rundenzeiten, die ihm mit dem 18. Rang einen guten Platz in der Startaufstellung sicherte. Sonne und ein Hauch von Frühling begleitete die Akteure in das Rennen. Tom Koch kam mit seiner roten Werksmaschine gut von der Startmaschine weg und lag nach der ersten kompletten Runde an der zwölften Position. Er ging keinem Zweikampf aus dem Weg und kam nach mehreren Positionswechseln auf Rang 13 ins Ziel. Ein Ergebnis, das eine gute Ausgangsbasis für die Startaufstellung für die Wertungsläufe am Sonntag war.
Im letzten Renndrittel geht es noch bis auf Platz 19 nach vorn
In der Nacht zum Sonntag gingen Regenschauer herunter, tagsüber blieb es weitgehend trocken, aber der Himmel war bewölkt und es war wesentlich kühler. Auf die Strecke, die sonst einen steinigen Untergrund hat, wurde eine Sand-Kies-Mischung aufgebracht, um sie tiefer zu machen, aber das Fahren nicht einfacher machte. Vor einer großen, euphorischen Zuschauerkulisse kam Tom Koch nicht ordentlich aus der Startmaschine, wurde in der ersten Kurve etwas abgedrängt und beendete die erste Runde noch außerhalb der Punkteränge (bis Platz 20). Er brauchte etwas, bis er einen guten Rhythmus fand, nach vorne fuhr, um sich im letzten Renndrittel die zwei Punkte für Platz 19 zu sichern.
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Im zweiten Rennen war der Start für den Beta-Fahrer schon besser. Im vorderen Drittel drehte er seine Runden. Zunächst verhalten, dann etwas druckvoller, fuhr er ein fehlerfreies Rennen und sicherte sich den 14. Platz, der mit sieben Punkten belohnt wurde. Nach dem Rennen gab es für Tom noch keinen Feierabend, da er dieses Mal für die Dopingkontrolle, die negativ ausfiel, ausgelost wurde.
Tom Koch arbeitet mit Trainer vor allem an der mentalen Stärke
Danach zog er eine positive Bilanz: „Es hat heute sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich schon am Samstag auf der Strecke wohlgefühlt. Ich war nicht nur Passagier, sondern habe die Möglichkeiten der Technik gut genutzt. Mit meinem Trainer haben wir mental viel gearbeitet. Es ist leicht zu sagen, sich keinen Druck zu machen. Aber wenn ich auf der Strecke bin, dann geht mir schon so einiges durch den Kopf. Das konnte ich weitgehend ausblenden und habe mich auf das Rennen konzentriert. Extra Motivation gab es durch die vielen Zuschauer, darunter sehr viele deutsche Fans, dich mich lautstark angefeuert haben. Im ersten Rennen war ich anfangs zu verhalten und habe Fahrer, die nicht schneller als ich waren, nicht konsequent überholt. Im zweiten Rennen ging es dann besser. Nun werde ich kurz entspannen und mich dann auf das nächste Rennen am Ostermontag in Frauenfeld in der Schweiz vorbereiten. Die Rennstrecke liegt etwa 30 Kilometer vom Bodensee entfernt. Da werden sicher viele Zuschauer aus Deutschland für lautstarke Unterstützung sorgen.“



