Zum Saisonauftakt in Deutschland kam Tom Koch beim 51. Wintermotocross in Heilbronn-Frankenbach nach zwei Rennen auf den vierten Platz in der Tageswertung. Trotz Wahlsonntag in Baden-Württemberg kamen wieder sehr viele Zuschauer an die Traditionsstrecke „Am Pfauenhof“, um bei sonnigem und trockenem Wetter den Auftakt in die Freiluftsaison in Deutschland mitzuerleben.

Der Wormstedter Koch, der 2024 die Klasse MX1 in Frankenbach gewonnen hatte, war mit Platz vier in der Endabrechnung nicht ganz zufrieden: „Meine Starts waren nicht überragend, ich habe mich im ersten Rennen ein bisschen festgefahren und im zweiten Lauf bei der Verfolgung des Führenden einen Fehler gemacht, was einen Platz gekostet hat. Mit der Brechstange wollte ich es dann nicht mehr versuchen, da es ein Vorbereitungsrennen war, um Rennpraxis zu sammeln.“

Koch sieht sich „vom Speed und der Konstanz ganz vorn dabei“

Ein Vorbereitungsrennen für die am Osterwochenende beginnende Rennserie ADAC MX Masters. In der war Koch seit 2020 immer in den Top-Drei gelandet, wurde dreimal Vizemeister. In diesem Jahr wird er dort wieder für sein altes Team KTM Sarholz Racing antreten. Das Team, mit dem er 2017 den Titel im ADAC MX Youngster Cup gewonnen hat. Entsprechend optimistisch ist er, den „Vize-Fluch“ endlich zu durchbrechen: „Vom Speed und der Konstanz sehe ich mich wieder ganz vorne mit dabei. Wenn ich meine Starts verbessere, sehe ich nichts, was mich daran hindern könnte, um den Meistertitel mitzufahren.“

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Rückblickend auf seine vergangene Saison in der Motocross-Weltmeisterschaft (MXGP), die er als „sehr durchwachsen“ bezeichnet, übt er Kritik an seinem alten Werksteam Beta aus Italien. Mit dem hat er die Zusammenarbeit beendet, wird die neue WM-Saison ebenfalls für KTM Sarholz Racing bestreiten. Er erklärt: „Ich habe mir das ein bisschen anders ausgemalt. Es hat nicht so richtig gepasst, in der Koordination und professionellen Arbeit. Oft stand die lockere italienische Art im Weg. Dadurch hat mir das notwendige Vertrauen gefehlt. Bei Sarholz habe ich wieder den vertrauten Mechaniker an meiner Seite, mit dem ich schon sehr viel getestet habe, um das Motorrad auf mich abzustimmen.“

Ein weiterer Vorteil in diesem Jahr: Tom Koch wohnt nun wieder in seiner Heimat in Thüringen, genauer gesagt in Wormstedt, „wo ich mich am wohlsten fühle, auch außerhalb des Themas Motocross“.