Beim in Italien ausgetragenen WM-Lauf im Motocross kam Tom Koch vom KTM Sarholz Racing Team nach zähem Beginn am Samstag nach Veränderungen am Fahrwerk etwas besser mit den Streckenverhältnissen zurecht und holte sich im zweiten Rennen am Sonntag vier WM-Punkte.
Die Veranstalter hatten sich auf den Wetterbericht verlassen und die Hartbodenstrecke im Schatten der Dolomiten nicht gewässert. Der Regen blieb am Samstag aus, daher war die Hartbodenstrecke knochentrocken und stellte sehr hohe Ansprüche an das mit vierzig Fahrern vollbesetzte Starterfeld.
Unfälle verhindern bessere Zeit
Der Wormstedter Koch hatte das Pech, immer wieder durch die bei Unfällen geschwenkten gelben Flaggen zu langsamerer Gangart gezwungen zu werden. Daher schaffte er keine guten Rundenzeiten und musste nach dem Zeittraining mit Rang 28 vorlieb nehmen. Die Zeiten in diesem starken Fahrerfeld liegen sehr dicht beieinander, sodass schon eine Sekunde über zehn Plätze entscheiden kann.
Im folgenden Qualifikationsrennen ging der Start für den Thüringer voll daneben. Jenseits der Top 20 drehte er seine Runden, konnte sich nicht verbessern und kam als 24. ins Ziel. „Ich bin einfach zu verkrampft und unsicher gefahren. Das Fahrwerk hat noch nicht gepasst, daher habe ich mich nicht wohlgefühlt“, so Koch nach dem Rennen.
Ich muss noch mehr Erfahrungen mit dem Motorrad sammeln
Tom Koch aus Wormstedt
Für die Rennen am Sonntag nahm die Mechaniker-Crew Veränderungen vor. Der Veranstalter hatte in der Nacht die Strecke tief gewässert, was zudem mit dem Regen vor den Rennen für andere Bedingungen sorgte. Der Start in den ersten Lauf klappte für Koch etwas besser und er fuhr im vorderen Drittel mit. Doch mit zunehmender Renndauer verlor er immer mehr Plätze und fiel letztendlich aus den Punkterängen. „Der 24. Platz ist nicht das, was ich angestrebt habe und was ich kann. Mir hat einfach die Lockerheit gefehlt, ich war zu verkrampft, um in einen guten Rhythmus zu kommen. Es hat mich angekotzt, weil ich weiß, dass ich es besser kann“.
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Der Start in das zweite Rennen gelang dafür besser. Als Zehnter kam er aus der ersten Runde zurück und hielt einige Runden in den Top 15 mit. In der Folge verlor er während der Rennzeit von 35 Minuten noch ein paar Plätze, nahm aber als Siebzehnter noch vier Punkte mit. Daher hörte sich seine Beurteilung auch etwas versöhnlicher an: „Das mit dem Fahren war schon etwas besser. Ich muss einfach noch mehr Erfahrungen mit dem Motorrad sammeln und mein Selbstvertrauen wieder zurückgewinnen. Das ist mir im vergangenen Jahr im BETA-Werksteam abhanden gekommen. Daher werde ich Anfang Mai bei den DM-Open in Genthin (Sachsen-Anhalt) an den Start gehen, um mit einem Fahrwerkspezialisten neue Erkenntnisse zu sammeln, denn eine Woche später bei dem ADAC-MX-Masters in Dreetz will ich voll angreifen“.



