Er ist gerade einmal acht Jahre alt, zeigt auf der Rennstrecke aber bereits die Nervenstärke und den Kampfgeist eines erfahrenen Profis: Valentin Herrgesell aus Niederzimmern. Für das vielversprechende Nachwuchstalent des heimischen Vereins TGRT.racing läuft die aktuelle Saison im ADMV Pocketbike Cup hervorragend. Auf insgesamt sieben anspruchsvollen Strecken kämpft der älteste Sohn des Vereinsvorsitzenden Julian Herrgesell in diesem Jahr um die Meisterschaft – und hat bereits bewiesen, dass mit ihm ganz vorne zu rechnen ist.

Der Startschuss fiel Anfang Mai in Freiberg. Beim ersten Wertungslauf fuhr Valentin auf einen starken vierten Platz und sicherte dem Team damit die ersten 13 Meisterschaftspunkte. Dass in ihm echtes Sieger-Potenzial steckt, bewies er nur kurz darauf am Pfingstsonntag: Bei einem packenden Spaßrennen auf der Freiberger Kartstrecke raste der junge Thüringer in der Juniorenwertung unangefochten auf den ersten Platz – ein perfekter Vorgeschmack auf die kommenden Herausforderungen.

Wetter-Krimi und Kampfgeist im Motodrom Belleben

Nach intensiven Trainingsläufen auf der Indoor-Kartbahn in Schlotheim und der Outdoor-Strecke in Belleben standen Ende Mai der zweite und dritte Wertungslauf im Motodrom Belleben auf dem Programm. Am Samstag lief alles nach Plan: Valentin sicherte sich im Qualifying den dritten Startplatz von acht Fahrern und fuhr am Abend nach einem harten, aber fairen Zweikampf als Dritter über die Ziellinie. Ein optimaler Auftakt.

Motorsport Niederzimmern
Valentin mit Vater Julian und Mutter Maxi.© TGRT.racing

Der Sonntag entwickelte sich jedoch zu einem echten Wetter-Krimi. Pünktlich zum zweiten Qualifying öffnete der Himmel seine Schleusen. Valentin stürzte im Starkregen dreimal auf der spiegelglatten Piste, bewies jedoch enormen Kampfgeist: Er rappelte sich jedes Mal wieder auf und sicherte sich noch Startplatz vier.

Runde um Runde holte Valentin auf die Drittplatzierte auf und machte einen Rückstand von vier Sekunden wett. In der allerletzten Runde zahlte sich der Druck aus: Die Konkurrentin rutschte über das Vorderrad weg – Valentin zog vorbei und sicherte sich erneut den sensationellen dritten Platz.

Zweimal auf dem Podest und zweimal so ein cooler Pokal.

Valentin Herrgesell nach seinem Erfolg in Belleben

„Es war so ein geniales Rennwochenende. Zweimal auf dem Podest und zweimal so ein cooler Pokal – das war alles, was ich wollte!“, freute sich der Achtjährige erschöpft, aber glücklich. „Ich konnte viel lernen und hatte eine tolle Zeit. Danke an Mama, Papa, mein Team und meine Sponsoren!“

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Als Anerkennung für seine Leistungen durfte Valentin sich kürzlich beim großen Simsontreffen am Stausee Hohenfelden präsentieren, wo er mit seinen zwei Bikes Autogramme schrieb. Am kommenden Wochenende geht er vom 19. bis 21. Juni in Templin weiter auf Punktejagd.

red/mh