Eigentlich wollte Elon Musk das Startprogramm von SpaceX am Kennedy Space Center in Florida weiter ausbauen. Doch nun regt sich Widerstand – und der kommt aus einer unerwarteten Richtung. Am Playalinda Beach, einem der wenigen offiziellen Strände für legales Nacktbaden in den USA, formiert sich Protest.

Der Küstenabschnitt liegt nur wenige Meilen von der Startrampe 39A entfernt. Schätzungen zufolge könnte der Strand künftig bis zu 60 Mal im Jahr eingeschränkt werden, wenn SpaceX dort seine Raketen startet. Neben Nudistinnen und Nudisten haben auch Anwohner und Umweltschützer ihre Sorge öffentlich gemacht, berichtete das Magazin „Newsweek“.

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Im Zentrum steht derzeit eine Umweltprüfung durch die Federal Aviation Administration (FAA). Nur wenn die sogenannte Umweltauswirkungserklärung genehmigt wird, darf SpaceX den Startkomplex regulär für seine neue Rakete nutzen. Die Größe und das Startprofil des „Starship“ könnten demnach nicht nur erweiterte Sicherheitszonen nach sich ziehen, sondern auch den Flugverkehr, die Schifffahrt und den Zugang zu Stränden in der Region einschränken.

Elon Musk
Gegen Elon Musk formiert sich ungewöhnlicher Protest: Nudisten wollen Raketenstarts in Florida verhindern. (Archivbild)© Matt Rourke/AP/dpa | Matt Rourke

SpaceX: Nudisten wehren sich gegen Elon Musk

Die American Association for Nude Recreation (AANR), Dachverband der Nudistengemeinschaft in den USA, warnt vor den Folgen. Hunderttausende Menschen suchten laut Deborah-Sue Stevens, ehemalige regionale Direktorin der AANR, schöne und freie Ziele. Komme es zu häufigeren Sperrungen, könnte das nicht nur die Natur belasten, sondern auch soziale Spannungen auslösen, wenn Nacktbader auf andere Strände ausweichen müssten.

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Ganz anders sieht es Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Er preist die geplante Expansion von SpaceX als wirtschaftlichen Aufschwung für den Bundesstaat – mit hohen Investitionen und neuen Arbeitsplätzen. Musk selbst lässt sich von der Debatte offenbar nicht aufhalten: Am Starship-Startturm am Kennedy Space Center wird bereits seit mehr als einem Jahr gebaut.

Doch eine endgültige Genehmigung steht weiterhin aus. Die Entscheidung der FAA über die Zukunft der Raketenstarts – und damit auch über die Zukunft des Playalinda Beach – wird in Kürze erwartet.