Neuer Spielplatz für die Debschwitzer Kinder

Gera  Auf dem Hof der Hans-Christian-Andersen-Grundschule ist dank viel Eigeninitiative gestern das neue Spielgerät freigegeben worden

Endlich konnten die Kinder ihr neues Klettergerüst in Besitz nehmen. Fritzi probiert gleich die Rutsche aus.

Endlich konnten die Kinder ihr neues Klettergerüst in Besitz nehmen. Fritzi probiert gleich die Rutsche aus.

Foto: Peter Michaelis

Die „Debschwitz-Kids“, wie sich die Kinder der Debschwitzer Hans-Christian-Andersen-Grundschule in ihrem Schullied selbst nennen, hatten gestern allen Grund zur Freude. Nach zwei Jahren, die sie auf ein gesperrtes Klettergerüst schauen mussten, wurde gestern die neue Kletterkombi mit Rutsche, Hängebrücke und mehr feierlich freigegeben. Und sodann von den Kindern erobert.

Zuvor durften Charlotte und Noah, Klassensprecher der Klasse 4a, nach ihrer kurzen Ansprache das rot-weiße Flatterband durchschneiden, dass ihnen so lange das Toben auf dem alten Spielgerät verwehrte. Dass nun ein neues ihren Schulhof ziert, ist vor allem der Elternschaft und dem Schul-Förderverein zu verdanken. Neben 5000 Euro Lottomitteln, die der Förderverein akquirierte, trugen Eltern, aber auch Sponsoren, wie die Elster-Apotheke dazu bei, dass das neue Spielgerät für 9600 Euro angeschafft werden konnte. Die Apotheke hatte eine Spendensammlung initiiert und das Ergebnis von etwa 300 auf 600 Euro verdoppelt.

Der Stadt, die das alte Gerät aus Sicherheitsgründen gesperrt hatte, hätten dafür die Mittel gefehlt, sagte Schulleiterin Cornelia Müller, die trotzdem dankbar ist, dass sich die Stadt mit dem Aufbau des Gerätes im Dezember 2018 und dem Fallschutz vor etwa vier Wochen mit in das Projekt einbrachte. Um nicht, wie es der Chor besang, nach dem Spielen ein Pfund Sand aus den Schuhen schütten zu müssen, wurden Fallschutzplatten aus Kunststoff verlegt. Mit der wiederum selbst finanzierten Tüv-Abnahme, so Schulleiterin Müller, konnte man nun endlich die Eröffnung feiern.

Martin Baum, Schulelternsprecher der Andersen-Grundschule mit insgesamt 260 Schülern, freute sich, dass das Projekt nun endlich abgeschlossen ist. „Letztlich war es ein fruchtbares Zusammenspiel zwischen Kollegium und Eltern. Wir freuen uns, dass wir auch so viele Eltern gefunden haben, die lieber mit anpacken, statt nur die Stadt in die Pflicht zu nehmen“, sagte er. Deshalb auch bat Cornelia Müller alle Kinder, ihren Mamas und Papas den Dank auszurichten, den sich Elternsprecher Martin Baum und Sandra Roth von der Elster-Apotheke gestern persönlich abholten.

Und was sagten die Kinder? Die brauchte man nicht nach ihrer Meinung zum neuen Spielgerät fragen. Das freudige, langgezogene „Ja!“ aus vielen kleinen Kehlen auf die Aussicht, gleich ausgiebig toben zu dürfen, reichte da völlig.