Kirschberg Apolda: An 30 km/h halten sich nicht alle

Apolda.  Geschwindigkeitsbegrenzungen in Apolda und die Messungen sind immer wieder ein Thema. Zum Beispiel am Kirschberg

30 km/h sind am Kirschberg in Apolda vorgeschrieben. Manch Anwohner wünscht sich, dass dort mehr geblitzt wird und der Hinweis auf die geltende Geschwindigkeit noch verstärkt wird.

30 km/h sind am Kirschberg in Apolda vorgeschrieben. Manch Anwohner wünscht sich, dass dort mehr geblitzt wird und der Hinweis auf die geltende Geschwindigkeit noch verstärkt wird.

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

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Würden die Apoldaer gefragt, an welchen Stellen in der Stadt vernünftigerweise Geschwindigkeitsmessungen erfolgen sollten, würden wohl Dutzende unterschiedliche Antworten gegeben. Tatsächlich klaffen Faktenlage und subjektives Empfinden nicht selten auseinander.

Fest steht nach Einschätzung der Apoldaer Polizei indes, dass es aktuell keinen Unfallschwerpunkt in Apolda gibt. Und das gelte eben auch für den Kirschberg, der erst Anfang der 1990er Jahre vom „Zustand eines besseren Feldweges“ zur Straße saniert wurde. Dort jedenfalls ist die maximale Geschwindigkeit auf 30 km/h festgelegt. Aus mehreren Gründen ist das sinnvoll. So weist die Straße ein Gefälle auf. Zudem gibt es keinen Fußweg, was insbesondere auch für die Kinder gefährlich sei, die dort nachmittags soft unterwegs seien. Nicht zuletzt finden sich dort einige Grundstücksausfahrten.

Dass trotz Geschwindigkeitsbegrenzung dennoch oft zu schnell gefahren wird, ist das Empfinden einiger Anrainer. Diese teilten das offenbar auch der Polizei in Apolda mit, wie auf Nachfrage bestätigt wurde.

Die Polizei reagierte insoweit, als sie die Landespolizei-Inspektion Jena (LPI) bat, dort baldmöglichst eine Geschwindigkeitsmessung durchzuführen. Das geschah zuletzt am 4. Februar in der Zeit zwischen 7.17 und 9.30 Uhr durch die Technische Verkehrsüberwachung der LPI in Richtung Herressener Straße. Ergebnis: Von 19 Fahrzeugen waren zwei zu schnell unterwegs, so die Polizei.

Einer der Anwohner meldete sich nun in unserer Redaktion, um mitzuteilen, dass es sich beim Kirschberg um eine Straße mit erheblichem Verkehrsaufkommen handele. Tatsächlich wurde seitens der Stadt bestätigt, dass die Strecke via Zeppelinstraße und Kirschberg gern als Abkürzung von der Erfurter Straße Richtung Herressener Straße und umgekehrt genutzt wird. Es rollt dort also ordentlich.

Im Schreiben des Anwohners heißt es unter anderem: „An diese Geschwindigkeitsbegrenzung hält sich kaum jemand, daher gibt es zwischen den Anwohnern und der Stadt intensiven Schriftverkehr unter Beteiligung des Bürgerbeauftragten des Thüringer Landtages.“ Unter anderem wird angeführt, dass „leider äußerst selten Geschwindigkeitskontrollen“ stattfinden. Zudem wurde der Wunsch vorgetragen, das 30er Schild – das an der Herressener Straße ist schlecht zu sehen, wenn man als Rechtsabbieger aus Richtung Stadt kommt – etwas zu versetzen und auf die Fahrbahn zudem eine 30 aufzumalen.

Auch die Geschwindigkeitsmessung am 4. Februar sei fragwürdig. So habe an diesem Tag in Höhe des Grundstücks Kirschberg 11 im Zeitraum der Messung ein Lkw gestanden. Folge: Eine (sinnvolle) Kontrolle könne in diesem Bereich also nicht stattgefunden habe, weil wegen des Lkw die meisten mutmaßlich eh langsamer fuhren.

Eben weil die Verkehrssituation am Kirschberg die Anwohner beschäftige, hätte die Anzahl der durchgeführten Geschwindigkeitskontrollen eine Bedeutung für diese, so ein Anwohner.

Am häufigsten geblitzt wird laut Polizei in Apolda und Umgebung an folgenden Schwerpunkten: Zur Poche, Friedrich-Engels-Straße, August-Bebel-Straße, Adolf Aber-Straße sowie in der Ortsdurchfahrt Wormstedt.

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